IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Wittlicher Wunschliste: Kombi-Lösung und Sauna" (TV vom 25./26. Juni) erhielten wir diese Zuschrift:

Verantwortungsbewusst auch im Sinne der Stadt Wittlich finde ich die Vorgabe aus Mainz: Reduzierung der Wasserflächen, Reduzierung der Betriebskosten durch eine energetische Sanierung. Eine Aufnahme des Projekts Saunalandschaft zeugt in meinen Augen in der Wittlicher Situation von wenig Sinn für Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung der Stadtplaner. Erinnern möchte ich an eine Aussage des Bürgermeisters, dass wir für Wittlich nicht ein Spaßbad, sondern ein Sport- und Familienbad benötigen. Ein solches kann und soll attraktiv für alle sein: Alle, die in Wittlich eine öffentliche Sauna nutzen wollen, haben bereits dazu ein ausreichendes Angebot. Im Gegensatz zum Schwimmen, das jedes Kind lernen sollte, bildet das Sauna-Angebot keinen integrativen, sondern eher einen sozial spaltenden Beitrag, weil viele sich dieses Angebot zeitlich und/oder finanziell nicht leisten können. Zum mutmaßlichen Einfluss einer Saunalandschaft auf die Jahresbilanz des Schwimmbads: Wittlich ist keine Touristenstadt, nicht vergleichbar mit Speyer, mit Bad Kreuznach oder Bad Bergzabern, die solche Saunalandschaften mit Erfolg betreiben. Was heißt denn dann die an Wittlich gerichtete Aussage der dortigen Betreiber, dass nur mit Saunalandschaft und Gastronomie Geld verdient werden könne, wenn damit bestenfalls das Schwimmbaddefizit aufgebessert werden kann? Übersetzt ist das eine deutliche Warnung! Rudolf Kemmer, Wittlich