IHRE MEINUNG

Zu den Kontroversen zwischen den Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf und Traben-Trarbach im Zuge der geplanten Kommunalreform schreibt diese Leserin:

Zuerst einmal: Ausgesucht hat sich das keiner - weder die Bürger der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach noch die Bürger der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf. Verständlich, dass niemand gerne seine Eigenständigkeit aufgibt und man sich gegen eine Zusammenlegung wehrt. Dabei kann man aber doch den Anstand wahren! Was musste man da in den vergangenen Monaten und Wochen an nicht dienlichen, weil zumeist abfälligen und schmähenden Aussagen gegenüber Traben-Trarbach lesen. Von Absurdistan war unter anderem die Rede. Sogar ein "Histörchen" über den Mistgabelaufstand der Kröver Frauen aus dem 16. Jahrhundert gegen die Trarbacher protestantische Obrigkeit wurde ausgegraben. Welch ein Zufall, dass sowohl VG als auch Stadt Traben-Trarbach zurzeit von zwei evangelischen Bürgermeistern regiert werden. Wir leben im 21. Jahrhundert! Und nun sieht sich ein Kröver "Winemaker" bemüht, die weltweit gegen die Missachtung der Menschenrechte kämpfende Internetplattform Avaaz für eine Petition zur Absetzung der beiden Traben-Trarbacher Bürgermeister zu missbrauchen und zu Neuwahlen aufzurufen. Anmaßend und lächerlich. Leider gibt es genügend Leute, die sich nicht zu schade sind, so einen Blödsinn zu unterschreiben. Wir brauchen keine Neuauflage eines Mistgabelaufstandes, wir brauchen keine Hass-Aufrufe. Wir haben auch so leider schon genügend Leute hier, die meinen, Traben-Trarbach "rocken" zu müssen. Kinder, lasst doch mal die Kirche im Dorf. Ich hoffe immer noch, dass die Landesregierung sich für die Kommunalreform mehr Zeit nimmt, um lokale Eigenständigkeiten zu berücksichtigen. Und nicht auf Teufel komm raus zusammenzwingen will, was nicht zusammenpasst. Frieden ist wertvoller als eingesparte Verwaltungskosten. Lasst doch den "Mosel-Galliern" ihr Reich, dann haben wir alle was davon. Marie-Luise Wendhut, Traben-Trarbach

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