IHRE MEINUNG

Zum Artikel "CDU nominiert Hubertus Kesselheim" (TV vom 12. Februar) und der Wahlversammlung des CDU-Stadtverbands Traben-Trarbach diese Meinung:

Mit Interesse habe ich die Ausführungen unserer Bürgermeisterin über den Haushaltsansatz 2014 sowie über das abgelaufene Jahr gelesen. Die meisten Bürger werden vielleicht mit mir einverstanden sein, dass die Stadbürgermeisterin versucht hat, ihre Aufgaben gut zu meistern. Jedoch am Schluss ihrer Ausführungen erwähnt sie abermals "die Kräfte am Werk, die Unruhe stiften und die um jeden Preis sich negativ äußern oder kritisieren". Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier ein falsches Verständnis von Demokratie vorliegt. Es gehört zur Demokratie, dass es eine Opposition gibt. Es ist zwangsläufig, dass Menschen nicht einer Meinung sein können. Eine Regierung, ob die eines Staates oder einer Stadt, muss Kritik aushalten können und wenn sie gut beraten ist, hat sie das Ohr nahe der Stimme der Bevölkerung. Sie sollte Kritik aufnehmen und diese verarbeiten, auch wenn diese nicht der eigenen Auffassung entspricht. Auch ehemalige Mitarbeiter des Rathauses können auf Fehler hinweisen, und innerhalb der Bundes-CDU oder in der Partei der Grünen gibt es ebenfalls erhebliche Meinungsverschiedenheiten, also nicht nur in einer CDU-Fraktion des Stadtrates. Anstatt nun alle wohlgemeinte Kritik als Unruhestiftung vom Tisch zu weisen und nur eine einzige Meinung zur Geltung zu bringen, sollte hier mehr Demokratieverständnis praktiziert werden, auch wenn einem die Kragenweite eines anderen Parteimitgliedes nicht passt. Leben und leben lassen sollte die Devise sein. Das betrifft auch Herrn Verbandsbürgermeister Weisgerber, wenn er seinen Unmut über den Umgang mit anderen politischen Aktiven im Stadtrat äußert. Tempi passati, die Weichen für neues Blut im Stadtrat sind gestellt, und wir alle hoffen, dass die Abgeordneten im nächsten Stadtrat demokratischer miteinander umgehen zum Wohle der Bevölkerung unserer schönen Stadt. Jürg Langguth, Traben-Trarbach