IHRE MEINUNG

Zu unserem Bericht "Filialschließungen: CDU-Spitze in der Kritik" (TV vom 23. Januar) schreibt diese Leserin:

Das gut ausgebaute Netz an Zweigstellen und SB-Kontoautomaten ist sicherlich einer der Hauptgründe vieler Kunden, bei der Sparkasse Eifel Mosel Hunsrück (EMH) ein Konto zu eröffnen. Es gibt wohl keinen Anlass mehr, bei der Sparkasse zu bleiben, wenn diese Kundennähe wegfällt. Diese ganze Geschichte wirft Fragen über Fragen auf: Warum sollten die Kunden hohe Gebühren für schlechteren Service bezahlen und in Warteschlangen vor den Kontoautomaten im Hauptgebäude der Sparkasse und im Bungert ihre Zeit verschwenden? Was spricht gegen einen Wechsel zu einem anderen Geldinstitut, das keine oder geringere Kontogebühren verlangt? Möchte die Sparkasse auf langjährige Kunden und deren Geldeinlagen und Kontogebühren verzichten? Worin besteht dann die finanzielle Ersparnis bei diesem "Kahlschlag" von Filialen und SB-Terminals, wenn die Kasse dadurch viele Kunden verlieren wird? Oder werden die Kunden als eine Herde Schafe gesehen, die zu allem Ja und Amen blöken und sich schnell wieder beruhigen, nachdem sie etwas aufgeregt hat? Als Kompromisslösung sollten wenigstens die bereits vorhandenen Selbstbedienungsterminals in den betroffenen Gemeinden erhalten bleiben! An Fragen bleiben dabei dennoch offen: Wieso setzen sich unsere politischen Vertreter nicht für die Anliegen ihrer Wähler ein? Ist die finanzielle Vergütung, die sie für ihre Anwesenheit in den Aufsichtsratssitzungen erhalten, etwa wichtiger als die berechtigten Interessen der betroffenen Menschen? Elke Niemann, Großlittgen