IHRE MEINUNG
Zum Artikel "Baugeschäft entwickelt sich positiv" (TV vom 12. Februar) schreibt dieser Leser:
Erfreulich sehe ich die wirtschaftliche Entwicklung der Sparkasse Mittelmosel-Eifel-Mosel-Hunsrück und auch das Engagement für gemeinwohlorientierte Zwecke in der Region. Doch stellt sich für mich die Frage: Wird dies bei der zukünftigen Ausrichtung der Sparkasse auch in Zukunft noch so sein? In Anzeigen wird der telefonische Kontakt zu Ansprechpartnern außerhalb der Öffnungszeiten als Novum und Erweiterung der Dienstleistung dargestellt. Doch werden parallel Filialen geschlossen. Den Kunden wird Onlinebanking angeboten, weil parallel Bankautomaten mit zu wenig Umsatz abgebaut werden. Im Artikel wird die "Filiale der Zukunft", eine Beratung per Videokonferenz, als positive Neuerung und Erweiterung der Dienstleistung vorgestellt. Parallel werden diese Fachberater für persönliche Gespräche aus Filialen abgezogen. Da bleibt die persönliche Betreuung auf der Strecke. Eine Beratung durch einen Mitarbeiter, den ich kenne und dem ich vertraue - diese Beratung ist nach meiner Ansicht eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der Sparkassen gegenüber den Onlinebanken. Onlinebanking, Telefon- und Videoberatung bieten auch die kostengünstigen Online- und Direktbanken. Eifel, Mosel und Hunsrück sind ländliche Regionen mit vielen Dörfern und kleinen Orten und leider auch häufig schlechten Busverbindungen. Hier wohnen Familien mit Kindern und ältere Menschen, die nicht täglich in den Zentren sind. Auch vertraut nicht jeder dem Onlinebanking. Welchen Bankpartner werden diese Menschen zukünftig wählen, wenn sich der Service von Onlinebanken und Sparkasse immer mehr angleicht und nur die Kosten abweichen? Die Privatkunden und die Gewerbekunden in den Zentren und in den Dörfern sind nach meiner Ansicht die tragenden Säulen der Sparkassen. Bei aller Wirtschaftlichkeit darf die Sparkasse ihre Kunden auf dem Land nicht aus den Augen verlieren. Guido Lotz, Bernkastel-Kues