Im Bündel billiger

WITTLICH. Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land wird sich an der Bündelausschreibung Strom des Gemeinde- und Städtebundes beteiligen. Für das Rathaus ist Ökostrom erwünscht.

Ökostrom für die Verbandsgemeinde? Und wenn ja wie viel? Darum drehte sich die Diskussion, als im Verbandsgemeinderat Wittlich-Land über die Bündelausschreibung Strom des Gemeinde- und Städtebundes gesprochen wurde. Ende nächsten Jahres, so erklärte Bürgermeister Christoph Holkenbrink, wird für die Verbandsgemeinde Wittlich-Land der Vertrag für die Strombelieferung mit der RWE auslaufen. Der Gemeinde- und Städtebund bietet den Kommunen an, sich an einer Bündelausschreibung für Strom zu beteiligen. Er wird ein Lastenheft erstellen und die europaweite Ausschreibung organisieren. Die Ausschreibung werde die VG etwa 2000 Euro kosten, falls sich viele beteiligen eventuell auch weniger, erklärte der Bürgermeister. Für die Ortsgemeinden entstünden keine Kosten. Holkenbrink weiter: "Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu dieser Ausschreibung. Wenn wir das alleine tun, kann es nur teurer werden." Marianne Kranz (CDU) ergänzte: "Es ist zwar gut, viel selber zu machen, aber alles geht nicht. Ich kann kein Lastenheft zusammenstellen. Ich denke, die Bündelung ist sinnvoll." Von der FWG kam die Frage, ob denn auch alternative Stromquellen ausgewählt werden könnten. Ansonsten sei es möglich, dass Atomstrom aus Tschernobyl geliefert werde, da er billig sei. Manfred Hower (FWG) meinte: "Wir können uns nicht einerseits vehement für die Windkraft einsetzen und andererseits hier sagen, es ist uns egal, woher der Strom kommt."Ökostrom für das Rathaus

Holkenbrink stellte klar, dass die Option für Ökostrom im Anforderungsprofil des Gemeinde- und Städtebundes enthalten sei. "Ob sie zum Tragen kommt, ist noch nicht klar." Ebenfalls nicht so ganz klar war, ob denn die VG nun einen festen Anteil an Strom nennen muss, der aus alternativen Energiequellen kommen soll. Im Rahmen der Diskussion rückte Hower dann auch von seinem Vorschlag ab, einen Drittel des Strombedarfs der VG aus erneuerbaren Energien zu speisen. "Wir wollen ein Zeichen setzen" sagte er und stimmte zusammen mit fünf Mitgliedern seiner sechsköpfigen Fraktion dem Vorschlag zu, zumindest für das Rathaus Interesse an Ökostrom anzumelden. Für diesen Vorschlag sprach sich denn auch die Mehrheit des CDU-dominierten Rates aus. Die Abstimmung für die Teilnahme an der Bündelausschreibung zuvor war einstimmig ausgefallen. Damit ist die Verwaltung ermächtigt, den Gemeinde- und Städtebund mit der Ausschreibung zu beauftragen. Die VG verpflichtet sich damit, die Entscheidung für die Dauer des Vertrags (zwei bis drei Jahre) anzunehmen.

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