1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Im Februar soll der erste Strom bei Gielert fließen

Energie : Im Februar soll der erste Strom bei Gielert fließen

Der Start des Kombi-Energieparks Gielert wird sich etwas verzögern. Das Genehmigungsverfahren hat nach Angaben des Projektentwicklers Abo Wind länger gedauert als geplant. Aber dennoch tut sich was vor Ort.

Im Energiepark Gielert geht es voran. Die Rammarbeiten für die Photovoltaik auf den Hunsrückhöhen zwischen Gielert und Berglicht haben begonnen. Das bedeutet: „Die Pfosten der Unterkonstruktion der Anlage werden rund zwei Meter in den Boden gerammt“, sagt Lena Fritsche, Teamleiterin Kommunikation beim Wiesbadener Projektentwickler Abo Wind AG auf Anfrage. Dadurch könne die Standsicherheit gewährleistet werden und die Versiegelung der Fläche minimiert werden. Die ersten Module wurden montiert. „Die Anlage wird bis Ende Januar fertiggestellt, in Betrieb genommen wird sie dann Anfang März, da die Trafo- und Übergabestation erst Ende Februar geliefert werden“, erläutert Fritsche weiter.

Ein Teil der Komponenten sollte ursprünglich noch im vergangenen Jahr ans Netz gehen. „Die Verzögerung lag am Ablauf des Bauleitplanverfahrens, wir haben unsere Baugenehmigung dann erst Mitte Dezember erhalten, etwas später als ursprünglich geplant“, erläutert die Kommunikationsfachfrau. Beim Energiepark zwischen Gielert und Berglicht handelt es sich, wie bereits berichtet, um ein Kombi-Projekt.

Neben 2332 Solarmodulen mit 746 Kilowatt peak entstehen zwei knapp 239 Meter hohe Windkraftanlagen der Marke Nortex mit einer Nennleistung von je 5,7 Megawatt.

Die Windräder sollen Ende 2021 ans Netz gehen. Der Tiefbau mit Zuwegung, Kabeltrasse, Kranstellplätze und Baugruben sei so gut wie abgeschlossen. Es hätten überwiegend bestehende Wege verwendet werden können. Lena Fritsche erklärt die weitere Vorgehensweise: „Im Februar werden die Trafo-/Übergabestationen errichtet und die Kabeltrasse ans Netz genommen, damit die Solaranlage bereits Strom einspeisen kann.“ Die Kabel seien nahezu komplett verlegt. Der Fundamentbau sei für Juni geplant, anschließend sollen die   die Betontürme errichtet werden. Die Groß-Komponenten wie Stahlrohrturm, Gondel und Rotorblätter sollen im Herbst errichtet werden

Der nördliche Standort befindet sich innerhalb einer kleinen Waldfläche, der südliche im Bereich einer Wiesenfläche. Beide Standorte seien mehr als 1100 Meter von den nächstgelegenen Siedlungsgrenzen entfernt.Die beiden genehmigten Anlagen stellen laut Fritsche eine Erweiterung der bestehenden Konzentrationszone in der Mitte der Verbandsgemeinde Thalfang mit 21 Windrädern dar.

 Dass es sich um eine kombinierte Windkraft-/Solaranlage – übrigens die erste von Abo Wind – handelt, macht aus der Sicht der Wiesbadener Sinn. Die Vorteile: Zur gemeinsamen Infrastruktur gehören die Kabeltrasse sowie die Trafo-/Übergabestationen. Einzelne Erschließungsflächen, etwa Zufahrt und Lagerflächen, werden für beide Parks genutzt. Die Solaranlage ermöglicht zusätzlich die Nutzung einer alten Deponiefläche.

Neu ist eine Internetseite, auf der sich Bürger sich über die Entstehung des Kombiparks informieren können. Dort informiert der Projektentwickler über die Eckdaten des Vorhabens, beantwortet Fragen und begleitet den Bau mit Bildergalerien. Das sei für Abo Wind nichts Ungewöhnliches, sagt Fritsche.

Doch diesmal werde die Seite diesmal mit erheblich mehr Aufwand betrieben. Zum Beispiel werden mehr Fotos eingestellt, auf denen der Stand der Dinge besser zu sehen ist. „Üblicherweise machen wir bei solchen Projekten Info-Veranstaltungen“, erklärt Fritsche weiter. Das sei wegen Corona diesmal nicht möglich.

 Foto: Abo Wind AG
Foto: Abo Wind AG Foto: Abo Wind AG

Die neue Homepage ist im Internet unter www.energiepark-gielert.de verfügbar.