Im Internet surfen, draußen wandern

Im Internet surfen, draußen wandern

Vermutlich ist für manche schon überraschend, was die Menschen tatsächlich am liebsten und häufigsten in ihrer Freizeit tun. Denn dies sind in erste Linie keineswegs Dinge, die in Gruppen oder Vereinen organisiert sind, sondern Sachen, die individuell oder im Freundeskreis unternommen werden können.


Eine Studie der Verbrauchs- und Medienanalyse aus dem Jahr 2014, für die mehr als 20 000 über 14 Jahre alte Menschen in Deutschland befragt wurden, zeigt, dass sich unter den Top 20 der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen nur ein einziger Bereich findet, der zumindest in Teilen eine größere Organisation voraussetzt: 36,6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in ihrer Freizeit am liebsten Sport treiben. Damit liegt Sport auf Rang 13. Die Spitzenplätze belegen allesamt Medien: vom Fernsehen über Radio, Zeitung, Zeitschriften bis zum Internet. Sie alle erreichen Werte von mehr als 66 Prozent. In die Top Zehn schaffen es immerhin Aktivitäten wie Kochen (64,7 Prozent), Spazieren gehen (62,6 Prozent). Unter den Top 20 finden sich auch Fahrrad fahren (35,5 Prozent), Ausgehen in Restaurants und Gaststätten (33,6 Prozent), Unternehmungen mit Kindern (30,8 Prozent) und Shoppen (28,3 Prozent).
Wir werden daher bei der Analyse weniger auf Angebote von Vereinen schauen und uns stärker auf Wander- und Fahrradwege, Gastronomie, Kino, Angebote für Kinder, die Internetversorgung und Schwimmbäder konzentrieren. Denn auch Schwimmen ist für 16,7 Prozent der Befragten eine wichtige Freizeitbeschäftigung - es erreicht damit Platz 23 von 50. Dagegen rangieren Museen, Konzertveranstaltungen und Theater mit weniger als drei Prozent ganz am Ende der Liste. Sie liegen damit deutlich hinter dem Besuch von Stadtfesten und Flohmärkten (5,6 Prozent), von Sauna (6,9 Prozent) oder Fitnessstudio (12,2 Prozent). lars

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