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Im neuen Schellemann bieten acht Autoren Interessantes aus der Geschichte des  Hochwaldes.

Der neue Schellemann mit Geschichten aus dem Hochwald : Bildhauer, Buslinien und Poststempel

Im neuen Schellemann bieten acht Autoren Interessantes aus der Geschichte des Hochwaldes.

Neuigkeiten aus der Vergangenheit haben die Autoren des  neuen Schellemann, Nr. 33, einer Veröffentlichung des Kulturgeschichtlichen Vereins Hochwald zusammengetragen. Gleich zwei interessante Künstler werden vorgestellt. Elmar Ittenbach  hat sich mit dem lange in Morbach wirkenden Bildhauer Klaus Rothe beschäftigt. Dieser hatte unter anderem, laut Ittenbach, eindrucksvolle Werke in Malborn, Pölert, Kell und Hermeskeil geschaffen. In diesen Tafeln und Reliefs lässt sich die Entwicklung des Künstlers von einer traditionellen hin zu einer symbolisch-expressionistischen Bildsprache nachvollziehen.

Dittmar Lauer hat die Lebensgeschichte und das künstlerische Schaffen des Malers Hans Schlösser aufgearbeitet, dessen Wurzeln in Hermeskeil liegen, der aber in seinem Heimatort fast vergessen ist. Schlösser, der sich 1922 in Brauneberg niederließ, war vielfältig begabt, musste aber um seine Reputation als Künstler kämpfen, was sich auch auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse niederschlug.

Hermann Arend beschreibt das tragische Lebensende Johann Schmittbergers aus Thiergarten, der im Zweiten Weltkrieg, im Sommer 1944 aus bisher unbekannten Gründen desertierte, in die Fänge  der NS-Justiz geriet und in Stuttgart hingerichtet wurde. Reinhold Anton folgt dem Lauf des Simmbaches auf der Gemarkung Deuselbach  und stellt die Geschichte ausgewählter Deuselbacher Mühlen dar, beginnend mit der Säge- oder auch Schneidemühle der Familie Keuper bis hin zur Längerts-Mühle am Rande des Morscheider Bannes.

Karl-Heinz Kaup skizziert die Geschichte der unrentablen Buslinien im Hochwald zwischen 1929 und 1934 und macht deutlich, dass die fehlende Resonanz in den Hochwald-Gemeinden auf das Beförderungsangebot vor allem auf die finanzielle Not der Bevölkerung zurückzuführen war, die für ein schnelles Ende der Buslinien verantwortlich zeichnete. Berthold Bouillon folgt den Spuren des ehemaligen Waldwohnplatzes Hascheid auf der Gemarkung Hermeskeil, der zwischen 1735 und 1835 bewohnt war, und porträtiert in einem weiteren Artikel den Unternehmer Remacle Joseph de Hauszeur, der mit seinem Wirken im Hochwald Industriegeschichte schrieb. Helmut Schuh hat sich ebenfalls einer Thematik aus der  NS-Zeit angenommen und beleuchtet die dramatischen Umstände des Todes des neunjährigen Jungen Wilhelm Weber aus Beuren am 15. April 1945, also kurz vor Kriegende. Hans Josef Klos präsentiert aus seiner umfangreichen  Sammlung Poststempel von Hermeskeil aus der Kaiserzeit bis zum Ende des Postamtes in der Hochwaldmetropole im Jahre 2004.

Erhältlich ist die Zeitschrift in den Tourist-Infos in Thalfang und Hermeskeil, in der Sparkasse Thalfang, im Frischemarkt Heitchen (Malborn), in der Buchhandlung Lorenzen (Hermeskeil), im Schreibwarengeschäft Theis (Hermeskeil), im Frischemarkt Welter (Beuren) und der Mayerschen Buchhandlung in Trier.