Im Notfall helfen können

BERNKASTEL-KUES. (red) Der DRK-Ortsverband Bernkastel hat elf Männer und Frauen an fünf Wochenenden zu Notfallnachsorgern ausgebildet.

In Notfällen und Krisensituationen Hilfe zu leisten, das haben sich die Helfer der Notfallnachsorge zum Ziel gesetzt. Aufgabe für die Notfallnachsorge ist die menschliche Betreuung von Betroffenen, die nach einem Unglücks- oder Todesfall nicht oder nicht ausreichend in der Lage sind, mit dieser Situation angemessen umzugehen. Die Betreuung beginnt meist am Unglücksort und setzt sich im Krankenhaus oder zu Hause fort, wobei die Betroffenen in jeglichen Lagen von den Mitarbeitern der Notfallnachsorge versorgt werden. Die Verwirklichung dieser Arbeit erfordert viel menschlichen Einsatz, Kompetenz, Stärke und Einfühlungsvermögen. An fünf Wochenenden wurden elf Menschen im Auftrag des DRK-Bezirksverbandes Trier nach den Richtlinien des DRK-Landesverbandes in Bernkastel-Kues ausgebildet. Diese Gruppe soll nun die bestehende Gruppe verstärken beziehungsweise im Kreis Cochem-Zell erstmals tätig werden. Neben rechtlichen Themen, die durch Referenten, zum Beispiel durch Kriminalpolizei und Bestatter, vermittelt wurden, wurden auch religiöse Fragen durch Pfarrer behandelt. Um religiöse Fragen ging es auch bei einem Besuch der Moschee in Wittlich. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag jedoch auf Kommunikation und psychischer Betreuung der Betroffenen, was durch einen Psychiater vermittelt wurde. Denn entscheidend ist der Einstieg, wie auf Menschen in abnormalen Situationen einzugehen ist. Das kann von stiller Anwesenheit über konkrete hilfreiche Informationen bis hin zum Aktivieren der Betroffenen reichen, die bei der Abwicklung der Formalitäten und einer sensiblen Trauerarbeit miteinbezogen werden. Alle Referenten, die bereits den Einsatz der Notfallnachsorge kennen gelernt haben, lobten den Einsatz, weil dadurch ihre Arbeit sehr vereinfacht wird, und sie mit dem sicheren Gefühl die Einsatzstelle verlassen können, dass die Betroffenen angemessen betreut werden und nicht hilflos zurückbleiben. Die Leiterin des Lehrgangs, Lotte Stüttgen, sowie Erwin Klasen und Reimund Eisenkrämer überreichten den Teilnehmern ihre Zertifikate und wünschten allen ein gutes Gelingen bei ihrer Arbeit. Sie lobten das große Engagement der Gruppe, die mit Herz und Seele bei der Ausbildung dabei war und nun darauf "brennt", Menschen, die ihrer Hilfe bedürfen, hilfreich zur Seite stehen zu dürfen.