Im Pro-Winzkino beginnt das digitale Zeitalter

Im Pro-Winzkino beginnt das digitale Zeitalter

Zum ersten Mal flimmerten im Pro-Winzkino digitale Filme über die Leinwand. Die vom Konjunkturprogramm II geförderte Umrüstung auf die neue Technik feierte in Simmern Premiere.

Simmern. (tor) Je 70 000 Euro investierten die Betreiber für zwei schwere Projektoren, die jetzt auch die Vorführung von 3-D-Filmen ermöglichen. Fahrten nach Bad Kreuznach oder Koblenz, um 3-D-Filme anschauen zu können, gehören für die Hunsrücker Kinofans damit der Vergangenheit an. Mit 10 000 Euro Kosten für weitere Infrastruktur summiert sich die Investitionssumme auf 150 000 Euro. Fortan gibt's im Simmerner Kino jede Menge neue Technik. Ein Film wird nun nicht mehr in großen Rollen geliefert, sondern auf einer mobilen Festplatte. Rund 250 Gigabyte groß ist die Datenmenge, die jeweils eine halbe Stunde lang auf die Server der beiden Kinosäle geladen werden muss. Dazu müssen die Vorführer die Daten für die Werbung herunterladen sowie die Vorfilme am Computer einarbeiten. "Insgesamt kommt man auf eine Vorbereitungszeit von etwa einer Stunde", sagt Norbert Vogt. Bei analogen Filmen wird mehr Zeit benötigt. Die Rollen müssen umgespult, Vorfilme und Werbung drangeklebt werden. Das dauerte etwa 90 Minuten. Jetzt öffnet sich sogar der Vorhang vollautomatisch, und das Licht im Saal wird digital ausgemacht. Filme, die neu auf den Markt kommen, werden digital angeliefert. Im Pro-Winzkino wird man aber nicht auf die gute alte Analog-Projektion verzichten, denn die Filme, die im Programmkino laufen, sind meist noch nicht digital verfügbar.

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