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Im Tal bummeln oder ’ran an den Berg

Im Tal bummeln oder ’ran an den Berg

THALFANG. Ein Seidenschal für die Mutter auf dem Markt und neue Schuhe für den Opa im Fachgeschäft erstehen, während der Filius beim Erbeskopf-Marathon um wertvolle Sekunden kämpft – am kommenden Sonntag können Familien dies und einiges mehr unter einen Hut bringen.

Wer am kommenden Sonntag Ruhe und Beschaulichkeit sucht, der ist im Ortskern in Thalfang sicher am falschen Platz. Für alle anderen wird dafür aber allerhand geboten: Erstmals werden der Erste Markt, der Handwerkermarkt und der verkaufsoffene Sonntag am gleichen Tag gebündelt. Ebenfalls zum ersten Mal ist der Ortskern zudem Start- und Zielort des Erbeskopf-Marathons. Die Idee stammt von Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper. Er hatte den Veranstaltern des Marathons diesen Vorschlag schon vor längerer Zeit unterbreitet. Seine Argumente: Die Mountainbiker bekommen dadurch erheblich mehr Zuschauer. Und auch die Märkte profitieren. Denn viele Fans der Radfahrer können sich zwischen den Starts und den Zielankünften die Zeit beim gemütlichen Bummeln vertreiben. Die Sportler ließen sich ebenso überzeugen wie die Händler, die im vergangenen Jahr nach ihrer Bereitschaft gefragt wurden, den Ersten Markt, einen Krammarkt, auf den Sonntag zu verlegen. Das Ergebnis spricht für sich. "Wir mussten bereits Interessenten für den Handwerkermarkt wegschicken", staunte Daniel Fett, in der Verbandsgemeinde Thalfang für den Tourismus zuständig, über die Nachfrage. 42 Händler bieten auf der Saarstraße eine große Bandbreite kunsthandwerklicher Waren an: Schmuck, Lichtobjekte, Keramik, ja sogar Windmühlen aus Edelstahl sollen den Besitzer wechseln. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Händler mit um die 30 wesentlich geringer gewesen. Fett nimmt diese Zahlen als Beweis dafür, dass auch das Konzept ankommt. Nicht nur Kaufen ist angesagt, auch fürs Auge wird einiges geboten: Anbieter wie der Schmied Robert Junk aus Meerfeld und der Drechsler Martin Eckert aus Oberthal lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen.Rahmenprogramm für kleine Besucher

Rund 40 Stände zählt auch der Erste Markt in der Bahnhof- und Hauptstraße. Da kann noch der eine oder andere hinzukommen. Probleme mit den Mountain-Bikern, die auf einer 30-, einer 65- und einer 110-Kilometer-Strecke in die Pedale treten werden, gibt es nach Einschätzungen von Fett nicht. Denn die Starts finden etwas abseits des übrigen Geschehens am Busbahnhof statt. Wie in jedem Jahr gibt‘s auch ein Rahmenprogramm: Die kleinen Besucher können sich am Kinderkarussell vergnügen. Ab 14 Uhr werden Kutschfahrten angeboten. Das "Duo Hartwig" unterhält auf der Musikbühne. Durch das neue Konzept rechnen die Organisatoren mit mehr Besuchern als bisher. Mehr als 720 Sportler haben sich bereits angemeldet. Und bis Sonntag sind es sicherlich noch ein paar mehr. Fett rechnet mit "Tausenden von Gästen". Wie viele es werden, hänge sicher auch stark vom Wetter ab. Parkplätze seien ausreichend vorhanden. Und mit größeren Beeinträchtigungen rechnet auch Martin Steinmetz von der Ordnungsbehörde nicht. Bei den verschiedenen Starts der Radsportler müsse jeweils für wenige Minuten die L 154 - die Unterführung an der Hunsrückhöhenstraße - gesperrt werden. Umleitungen für diese begrenzte Zeit regeln Polizei und Feuerwehr. Infos für die Zaungäste: Gestartet wird am Sonntag um 9 Uhr (110 Kilometer) um 10 Uhr (65 Kilometer) und um 12 Uhr (30 Kilkometer). Die Zielankunft beginnt ab etwa 13 Uhr.