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Im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich: Hund Nero soll beim Heilen helfen

Im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich: Hund Nero soll beim Heilen helfen

Auf einer Station des Verbundkrankenhauses Bernkastel-Wittlich ist seit Kurzem ein „Azubi“ auf vier Pfoten im Einsatz. Sein Name ist Nero. Seine Besitzerin, Sandra Maaßem, und er absolvieren derzeit in der Klinik ihre Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team.

Vier Pfoten tapsen sanft im Flur der Akutgeriatrie des Cusanus Krankenhauses, Bernkastel-Kues. Seit einigen Monaten ist hier Nero, der junge Bernersennen-Labrador-Mischling, im Einsatz. Auf seinem Geschirr, das ihm um den Hals hängt, steht "Azubi" und tatsächlich ist er ein Auszubildender. Er absolviert gemeinsam mit seinem Frauchen Sandra Maaßem die Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team.

Das Team wird hauptsächlich in der Akutgeriatrie eingesetzt, einer Station, auf der sich überwiegend ältere Menschen in Behandlung befinden. Außerdem soll auf diese Weise die Frührehabilitation nach akuten Krankheiten verbessert werden. Auf der Akutgeriatrie liegen die Behandlungsziele zudem auf der Erhaltung und Förderung der Selbstständigkeit der älteren Patienten.

Schon im Sommer meldete Sandra Maaßem, die ausgebildete Logopädin ist, sich und ihren Hund Nero für eine Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team am Münsteraner Institut für therapeutische Fortbildung und tiergestützte Therapie (MITTT) an. Dort wird die "Steinfurter Methode" angewandt. Demnach wird der Hund ausschließlich als Therapeutikum, also als eigenes Heilmittel, von den medizinisch-therapeutischen Fachkräften eingesetzt. Das unterscheidet Nero nach seiner Ausbildung dann beispielsweise vom reinen Streichel- oder Besuchshund.

Nach genauer Abstimmung mit der Klinikleitung in Bernkastel-Kues hinsichtlich der Hygiene in der Klinik darf Nero nun sein Frauchen ins Cusanus Krankenhaus begleiten. Dort ist er bereits im Einsatz. Vorerst allerdings nur als Auszubildender. "Er wurde bereits im Welpenalter an Hilfsmittel wie Gehstöcke, Rollstühle und Rollatoren gewöhnt. Mit ihm gestalten wir unter anderem Übungen, die die Konzentration, Körperwahrnehmung, Sensibilität oder Motorik unserer Patienten steigern", erläutert seine Besitzerin Sandra Maaßem.

Nero unterstützt und fördert die Wahrnehmung von komplexen Sinnessystemen der Patienten. Je nach individuellem Therapieziel kann sein Einsatz zu Bewegungen oder auch zum Sprechen motivieren und so zur Heilung beitragen. red