Immer da sein, wenn es brennt

Die Morbacher Feuerwehr hat ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Damit verbunden war der 35. Geburtstag der Jugendfeuerwehr, der Gemeindefeuerwehrtag sowie der Tag der Hilfsorganisationen des Landkreises.

Morbach. Landrat Gregor Eibes freute sich bei seinem ersten Blick auf den Morbacher Festplatz. "Das ist schon imposant", sagte er. Zehn Hilfsdienste, darunter das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz, der Kreisfeuerwehrverband, zwei Hundestaffeln und weitere Rettungsdienste hatten zum zweiten Tag der Hilfsorganisationen am Wochenende in Morbach ihre Zelte aufgeschlagen. Sie stellten sich und ihre Hilfsdienste den 1300 Zuschauern am Sonntag vor. Dabei stellte das THW Stützwände auf und Rettungshundestaffeln suchten "vermisste" Personen.
Stark umlagert war der Stand der Projektgruppe Digitalfunk, da die Aktiven der Hilfsorganisationen nach einer Woche Probebetrieb von ihren Erfahrungen mit dem Digitalfunk berichten wollten. Ein weiterer Anziehungspunkt war ein ausgestelltes Löschfahrzeug des Flughafens Hahn, das seine Ladung von 12 500 Litern Wasser in zweieinhalb Minuten verspritzt.
Anlass für den Tag der Hilfsorganisationen war das Jubiläumsfest zum 125-jährigen Bestehen der Morbacher Feuerwehr und zum 35-jährigen Bestehen der Morbacher Jugendfeuerwehr. Laut Kreisfeuerwehrinspekteur Willi Herres gehört die Morbacher Wehr zu den ältesten offiziellen Feuerwehren im Kreis.
Eibes würdigte als Schirmherr der Veranstaltung den Einsatz der Wehren und ihrer Mitglieder: "Ihr seid da, wenn es brennt, und das auch im übertragenen Sinn." Eibes spielte damit auf Hilfsdienste der Wehren in den Gemeinden an, ohne die zahlreiche Veranstaltungen nicht stattfinden könnten. Auch die Rettungsdienste seien wichtig.
Eibes sprach sich gegen die Altersgrenze von 60 Jahren bei Feuerwehrleuten aus. Diese Aktiven seien oft noch fit. "Sie werden uns irgendwann fehlen", sagte er. Der Landrat stellte die Rolle der Jugendfeuerwehren heraus:."Sie stellen den Grundstock der Wehren dar." Der neue Jugendwart der Morbacher Jugendfeuerwehr, Sebastian Gorges, ist in Morbach guter Dinge: "An den letzten Projekttagen an der Morbacher Grundschule haben neun Kinder bei uns mitgemacht. Fünf davon sind in die Wehren ihres Dorfes eingetreten", freute er sich. Philipp Wilbert, Mitglied der Jugendfeuerwehr, lobte den Gemeinschaftssinn bei der Wehr.
Der Morbacher Wehrführer Oliver Marx zog ein positives Resümee des Jubiläumsfests. Er war mit den 500 Gästen am Samstagabend und den rund 1300 Neugierigen am Sonntag sehr zufrieden. Mit Freitag waren es 2000 Gäste. Auch die Olympiade der Jugendorganisationen sei sehr gut verlaufen, sagte Marx.
Samstagabend gab es kurz einen Schreck: Ein Notruf alarmierte die Wehr, acht Aktive verließen das Fest. Der Einsatz stellte sich als weniger schwerwiegend heraus: Überflutete Räume mussten nach einem Wasserrohrbruch leergepumpt werden.Folgende Aktive wurden am Morbacher Feuerwehrtag befördert: Oliver Marx zum Hauptbrandmeister, Wehrführer und Ehrenbeamten; Andreas Sommer und Joachim Künzer zum Oberbrandmeister, Peter Deutschewitz, Andreas Franzen und Michael Römer zum Brandmeister, Marco Barela, Bernd Pöck, Helmut Schmitz, Klaus Peter Ziemski und Christhild Knöppel zum/r Löschmeister/in; Lukas Linn, Dominik Schimper, Markus Petry, Florian Knöppel, Daniel Schmitz und Markus Gauer zum Hauptfeuerwehrmann; Florian Knöppel, Daniel Schmitz und Lukas Wilbert zum Feuerwehrmann; Kevin Gasper, Marius Schleder, Manuel Schmitt, Marcel Bölinger, Jens Pölcher, Henrik Marx, Daniel Petry, Florian Petry, Tobias Pöck, Daniel Kieren, Lukas Wilbert und Pascal Jörg zum Feuerwehrmannanwärter. Marco Barela, Peter Deutschewitz und Sebastian Gorges wurden zu Jugendfeuerwehrwarten bestellt. Lukas Linn, Julian Nisius und Rainer Golombek wurden zu stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart bestellt. cst