Immer gut gelaunt

Das Clara-Viebig-Zentrum (CVZ) in Eisenschmitt hats - Flair und ein unkompliziert agierendes Team, das sich mit Elan und Freude auf Besucher aus aller Welt einstellt. Und die sind immer auffallend gut gelaunt bei Ausstellungseröffnungen im CVZ wie diesmal zum 55. Todestag der Schriftstellerin.

Eisenschmitt. (ger) Das Clara-Viebig-Zentrum (CVZ) in Eisenschmitt setzt seinen Erfolgskurs fort. Die Lebendigkeit der Präsentation lockte am Sonntag Besucherströme in das Dorf an der Salm zur Gedenkausstellung zum 55. Todesjahr Clara Viebigs (1860-1952). Aber von wegen stilles Gedenken. Fröhlich ging es bereits zur Eröffnung am 7. Juli zum 55. Todestag zu mit einer "unmöglich hohen Zahl an Viebig-Büchern", wie Ortsbürgermeister Georg Fritzsche sagte.Die täglichen Dinge positiv sehen

Zudem gab es gekonnt dargebotene Schubert-Lieder von Angela Heege (Gesang) und Anne Metzler (Klavier). Die Fröhlichkeit an diesem Tag passe zu Clara Viebigs, sagte Wolfgang Schmitz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Manderscheid. Viebig habe an ihrem Sterbetag, dem 1. Juli 1952 gesagt: "Ist das ein schöner Tag!". Sein Appell: Seht die Dinge im täglichen Leben positiver und optimistischer. Die "unmöglich hohe Zahl" von original Viebig-Büchern, teils seltene Widmungsexemplare, dazu Bilder und Briefe sowie Verkaufsexemplare (der TV berichtete), stammen aus der Sammlung von Heinz-Dieter Polte aus Herzogenrath. Zusammen mit Ehefrau Marie Luise erläuterte er die Beweggründe Viebigs zur Wahl Eisenschmitts als Dorf, in dem ihr 1899 erschienener Roman "Das Weiberdorf" spielt. "Ich lernte es kennen, als ich ein junges unternehmungslustiges Blut war und durch die Eifel wanderte. Mir gefiel dieses kleine Dorf." Als Viebig dort das hinkende Pittchen kennenlernte und mit dem verschmitzten Schwätzer am Wirtstisch zusammensaß, kam ihr der Gedanke: "Das möchtest Du niederschreiben, was der erzählt."Polte präsentierte zudem ein Buch mit dem kaum bekannten Schauspiel "Das Pittchen", das Viebig 1909 schrieb und die Falschmünzerei aus dem Roman "Das Weiberdorf" zum Inhalt hat. Zwei Jahre nach Inbetriebnahme entwickelt sich das CVZ zum beliebten Treffpunkt. Im letzten Jahr waren es Literaturprofessoren aus Trier, die im CVZ referierten. Diesmal gaben sich Arne Houben, alleinberechtigter Verleger von Viebig-Werken aus Briedel sowie Christel Aretz von der Clara-Viebig-Gesellschaft aus Bad Bertrich die Ehre. Aretz sprach zu den Memoiren von Viebig-Sohn Ernst. Literaturfachwissen spannend dargestellt

Wieder einmal haben es Georg Fritzsche und die Eisenschmittner geschafft, geballtes Literaturfachwissen so spannend darzustellen, dass es für jedermann und jede Frau interessant wird. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 15. Juli, täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Heinz-Dieter Polte ist während dieser Zeit anwesend.