Immer noch kein Spender für Sebastian

Immer noch kein Spender für Sebastian

Das Bangen geht weiter: Für den an Leukämie erkrankten 28-jährigen Traben-Trarbacher Sebastian wurde noch kein geeigneter Stammzellen-Spender gefunden. "Hoffnung muss aber immer sein", erklärt Egon Morsch, Vorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld.

Traben-Trarbach. Mehr als 600 überwiegend junge Menschen hatten sich bei einer großen Typisierungsaktion in der Trabener Grundschule als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen (der TV berichtete). Alle waren sie in der Hoffnung gekommen, dem jungen Mann helfen zu können. Neben Leukämie ist er an einer weiteren Krebsart erkrankt, und er erhält in dieser Woche eine weitere Chemotherapie.
Die Blutuntersuchungen im Birkenfelder Labor der Stiftung begannen unmittelbar nach der Typisierungsaktion. "Es war absolut kein geeigneter Spender dabei", sagt Egon Morsch im Gespräch mit dem TV. 15 Millionen Spenderdaten waren weltweit bereits vergeblich abgeglichen worden, aber Morsch gibt die Hoffnung nicht auf. Bei einigen ausländischen Spendern werde man noch weitere Tests vornehmen.
"In 82 Prozent aller Fälle findet man einen Spender", lehrt ihn die Erfahrung. Jetzt müsse alles ausgeschöpft werden. "Wir arbeiten in jeder Hinsicht hart an der Sache", gibt er sich entschlossen. Bei einem Spender hätten acht von zehn genetischen Merkmalen übereingestimmt, und in dessen verwandtschaftlichem Umfeld werde nun weiter gesucht.
Auch Sebastian hat seine Zuversicht nicht verloren. "Es geht ihm so weit ganz gut", freut sich seine Patentante Heike Schumacher.
Die Familie war froh, dass der junge Mann an Weihnachten die Klinik verlassen und das Fest zu Hause verleben konnte. Auch den Jahreswechsel hat Sebastian an der Mosel verbracht, begleitet von unzähligen guten Wünschen. GKB

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