Immer vorne mit dabei

Die Mülheimer Jugendwehr hat sich erneut für die Deutsche Meisterschaft der Jugendwehren qualifiziert. Beim jüngsten Wettkampf vor zwei Jahren hatte das Team es bei 24 Teilnehmern auf Platz zwölf geschafft.

Mülheim. (urs) Das Training fordert schon den vollen Einsatz - und das auch noch mitten während der Ferien. Doch für die Mülheimer Jugendwehr - aktuell sind es fast 30 Mitglieder - ist das offensichtlich kein Thema. Sichtlich begeistert stürmen sie immer wieder los und geben sich dabei alle Mühe, dass auch jeder Handgriff sitzt. Denn allzu viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr bis zur alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Meisterschaft der Jugendwehren. Bei der jüngsten DM - 2006 in Thüringen - hatten sie sich bei 24 Teilnehmern Platz zwölf gesichert. Nach der erneuten Qualifikation hoffen sie daher, in Böblingen (23. bis 27. Juli) noch besser abzuschneiden.Jugendwartin Susanne Scholl sieht es nicht als selbstverständlich an, dass sich ihre Schützlinge so engagieren. Schließlich ist es etwas anderes, zwei- bis dreimal die Woche in voller Montur beim Training zu erscheinen als im Freibad herumzutoben. Doch die DM findet dieses Jahr nun einmal mitten in den Ferien statt. Allzu viel Freizeit wird den jungen Wehrleuten daher auch nicht abgeknapst. In aller Regel trainierten sie eine oder anderthalb Stunden, sagt Schell. Das hänge halt von der jeweiligen Tagesform der Jugendlichen ab.Einladung nur an ausgewählte Gruppen

Dennoch seien die Wochen vor dem Wettkampf "ziemlich trainingsintensiv" für sie. Denn einige hätten erst kürzlich ihre Leistungsspange abgelegt. Hinzu kommt, dass die DM für die Jugendwehr bereits der zweite bundesweite Wettkampf in diesem Jahr ist. Anfang Juni waren die Mülheimer ein Wochenende in Kiel, wo sie um den August-Ernst-Pokal wetteiferten. Der 1976 von einem Hamburger Fuhrunternehmer ins Leben gerufene Wettkampf findet ebenfalls alle zwei Jahre statt und wartet mit einem Rahmenprogramm mit Feuerwehrschiff, Radfahren und Segeln auf. "Da bekommen nur ausgewählte Gruppen eine Einladung", erklärt Schell. Dass sich die Moselaner bei 17 teilnehmenden Gruppen - darunter Konkurrenten aus Berlin und Kempten - Platz zehn sicherten, sei schon sehr gut.Entsprechend motiviert konzentrieren sich die Jugendlichen nun auf Böblingen. "Ich glaub' schon, dass wir Chancen haben", ist Max Friedrich optimistisch. Sie seien zwar sicher nicht die besten, bewegten sich aber "im Durchschnitt und besser". Außerdem freuen sie sich schon auf das "Lagerleben". In Kiel habe es eine sehr gute Verpflegung gegeben, lobt Sebastian Esch (13). Allerdings hätten sie auch schon um 6.30 Uhr aufstehen müssen. Doch beschweren tut sich dar über niemand. Schließlich hätten sie für die Teilnahme ja auch zwei Tage schulfrei gehabt, erzählt Alexander Esch (16). Was die Jugendlichen immer wieder für das Training motiviert, ist aber etwas anderes. "Es macht einfach Spaß", sagt Marcel Reuter (13) schlicht und ergreifend.