Immer wieder Abstürze von Kampfjets aus der Eifel: Eine Chronologie

Immer wieder Abstürze von Kampfjets aus der Eifel: Eine Chronologie

Immer wieder war die Eifel in den letzten Jahrzehnten Schauplatz von Militärjet-Abstürzen. Oft verunglückten auch Flugzeuge aus Bitburg und Spangdahlem bei Einsätzen in der Großregion. volksfreund.de dokumentiert eine Auswahl der gefährlichsten Fälle.

April 1958: Bitburg-Matzen entgeht nur um Haaresbreite einer Katastrophe, als ein in Bitburg stationierter Abfangjäger vom Typ F-100 nach dem Start abstürzt und nur durch einen Baum, der die Richtung des Jets verändert, die Ortsmitte verschont. Der Pilot wird verletzt.

März 1980: Eine F-15 explodiert in der Nähe von Bitburg über einem Waldstück. Der Pilot kommt um, es entstehen etliche Waldbrände.

März 1980: Eine Phantom aus Spangdahlem schlägt 500 Meter neben der pfälzischen Gemeinde Mehlingen auf, Trümmer fliegen auf die belebte Bundesstraße 40. Zwei Piloten sterben.

Juni 1981: Eine F-15, die in Bitburg stationiert ist, muss in Ramstein brennend notlanden.

Januar 1995: Eine F-16 aus Spangdahlem stürzt während eines Übungsflugs nahe der belgischen Stadt Florennes über einem offenen Feld ab. Der Pilot und ein "Kampfbeobachter" können sich mit dem Schleudersitz retten und bleiben unverletzt.

Mai 1995: In Spangdahlem zerschellt eine F-15 beim Start. Der Jet explodiert, die Trümmer werden im Umkreis von mehreren Hundert Metern verstreut. Für den Piloten kommt jede Hilfe zu spät. Ein Mechaniker, der beschuldigt wird, das Unglück durch einen Montagefehler verursacht zu haben, nimmt sich das Leben.

März 2002: Eine F-16 stürzt beim Landeversuch nach einem Übungsflug zwischen Hof Hau und Landscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) in ein Waldgebiet. Der einzige Insasse, ein 26-jähriger Pilot, kommt bei dem Absturz ums Leben. Absturzursache war ein Pilotenfehler, befindet später eine Untersuchungskommission.

Juni 2002: Eine in Spangdahlem stationierte Thunderbolt A-10 stürzt in der Nähe von Nancy ab. Bei dem Unglück in den französischen Vogesen kommt der Pilot ums Leben. Er soll den Absturz durch einen Fehler verursacht haben.

September 2006: Eine F-16 kracht bei der Frohnertkapelle in der Nähe von Oberkail (Eifelkreis Bitburg-Prüm) in den Boden. Der Pilot rettet sich mit dem Schleudersitz. TV-Recherchen ergeben, dass es sich um einen "kontrollierten Absturz" handelte, entsprechend den Notfall-Vorschriften für Kampfjet-Piloten. Die Bevölkerung ist stinksauer, dass der vorgesehene "Ausstiegspunkt" in der Nähe ihrer Gemeinde liegt. DiL/sey

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