Immert investiert 468 000 Euro

Immert · Im Frühjahr beginnt der Umbau des Immerter Gemeindehauses. Die ehemalige Dorfschule wird entkernt und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

 Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Immert packen beim Ausbau ihres neuen Gerätehauses mit an. Im Bild (von links): Arno Manz, Alexander Voll, Stephan Alt, Otmar Bickler, Uwe Voll, Peter Kirsten. TV-Foto: Ursula Schmieder

Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Immert packen beim Ausbau ihres neuen Gerätehauses mit an. Im Bild (von links): Arno Manz, Alexander Voll, Stephan Alt, Otmar Bickler, Uwe Voll, Peter Kirsten. TV-Foto: Ursula Schmieder

Immert. Etliche Jahre haben sich die Bürger von Immert gedulden müssen. Doch nun ist es endlich so weit. Ihr Gemeindehaus wird grundlegend modernisiert und erweitert. Spätestens bis 1. April sollen die Arbeiten beginnen, sagt Ortsbürgermeister Bernd Weinig. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung noch kleinere Änderungen wie die endgültige Größe von Türen abgestimmt. Daher kann das Architekturbüro die bereits größtenteils vorbereiteten Ausschreibungen für sämtliche Handwerkerleistungen demnächst auf den Weg bringen.
Die ersten Handwerker im Gebäude werden allerdings ehrenamtliche Immerter Bauhelfer sein. Sie wollen das Haus komplett entkernen und sämtliche Zwischenwände einreißen. Ebenfalls in Eigenleistung werden laut Weinig Anstricharbeiten sowie die Außenisolierung des Gebäudes übernommen. Die Muskelhypothek summiere sich auf mehr als 40 000 Euro, lobt der Gemeindechef das Engagement der Bürger, die hinter dem Vorhaben stehen.
Dabei packen einige Immerter schon jetzt für die Gemeinde mit an. Denn auch im neuen Anbau für die Feuerwehr, der Mitte des Jahres bezogen werden soll, war ihr Einsatz gefragt. Den Träger, die Verbandsgemeinde, wird dieser Gebäudeteil 147 000 Euro inklusive bewilligter Zuschüsse kosten. Das Gemeindehaus hingegen ist ebenso wie der Keller des Anbaus Sache der Gemeinde. 468 000 Euro sind für den Umbau und die Generalsanierung veranschlagt. Das Land beteiligt sich daran mit 193 700 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm.
In der 1962 gebauten Dorfschule, in der einst Kinder aus Immert, Etgert und Gielert die Schulbank drückten, wird praktisch alles auf den neuesten Stand gebracht: Wasser- und Abwasserleitungen, Heizung, Dämmung, Böden, Fliesen und die noch aus der Bauzeit stammenden Toiletten. Noch offen ist, was mit dem Dach, für das auch eine Photovoltaikanlage im Gespräch ist, geschehen soll. Den bisher als Feuerwehrgerätehaus genutzten kleinen Raum nutzt die Gemeinde künftig als Geräte- und Lagerraum. Wie mehrfach berichtet, gab es bereits 2005 Überlegungen, das seit 1981 als Gemeindehaus fungierende Gebäude um- oder anzubauen. Mit den im Frühjahr beginnenden Arbeiten will die Gemeinde langfristig Kosten sparen. Denn die jetzige Elektroheizung erwies sich als sehr teuer und ineffektiv. urs