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Impfzentren kommen in die Kreise, Detailplanung steht noch aus

Corona : Impfzentren sollen nach Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und in die Vulkaneifel

Die Gesundheitsämter der Landkreise warten nur noch auf konkrete Abstimmungen mit dem Land. Wann die Kampagne starten könnte.

Ein wenig überrumpelt fühlte man sich in manchen Kreisverwaltungen schon, als die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler versprach, dass bereits bis Mitte Dezember  in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Impfzentrum stehen soll.  Der von der rheinland-pfälzischen Firma Biontech entwickelte Impfstoff  gegen das Corona-Virus steht   kurz vor der Zulassung, seine Produktion läuft bereits auf Hochtouren.

Wie soll diese Massenimpfung konkret ablaufen? Der TV hat in den   Kreisverwaltungen in Bitburg, Daun und Wittlich nachgefragt.   Der Dauner Landrat Heinz-Peter Thiel sagt: „Derzeit gibt es noch keine Aktivitäten diesbezüglich auf unserer Landkreisebene. Das Land muss zunächst Leitlinien und Verfahrensabstimmungen mit allen Akteuren abstimmen. Wir sind dann schnell bereit, ein bedarfsgerechtes Logistiksystem einzubringen. Wir würden uns freuen, wenn diese Anforderung bald eintritt.“

Auch in Bitburg wartet man auf konkretere Ansagen. „Wir haben auch nur auf Zuruf erfahren, dass wir jetzt doch – nach erster Absage – ein Impfzentrum erhalten sollen“, sagt Landrat Joachim Streit vom Eifelkreis Bitburg-Prüm.  Dass die Landesregierung in jedem Landkreis insgesamt 36 Impfzentren einrichten will, habe sie inzwischen bestätigt. Inwieweit jedoch die örtlichen Gesundheitsämter eingebunden werden, sei  noch nicht bekannt.

Im Wittlicher Kreishaus ist die Situation ähnlich. Pressesprecher Manuel Follmann sagt: „Wir warten noch auf die konkreten Abstimmungen. Fest steht, dass die Kreisverwaltung bei der Impfkampagne mit im Boot sein soll. Es würde sich anbieten, diese Impfstation bei der bereits vorhandenen Teststation anzusiedeln. Aber das ist alles noch Theorie.“  Wahrscheinlich würde zuerst das medizinische Personal und besonders gefährdete Menschen geimpft würden.

Aber auch das müsse man noch klären – möglicherweise durch einen Ethikrat. Auch wer das Impfen übernimmt, stehe noch nicht fest. Das könne durch  kassenärztliches Personal, ergänzt durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst oder weitere Hilfsdienste erfolgen.