In allen Orten der VG Bernkastel-Kues stehen jetzt Mitfahrerbänke

Projekt der Bürgerstiftung : In allen Orten der VG Bernkastel-Kues stehen jetzt Mitfahrerbänke

Die Bürgerstiftung Bernkastel-Kues hat in den Orten der Verbandsgemeinde 36 Mitfahrerbänke aufgestellt.

Trampen, also per Anhalter  kostenlos in einem fremden Fahrzeug mitfahren, war schon mal  beliebter. Die Idee, etwas abgewandelt,  hat die Verbandsgemeinde  Bernkastel-Kues aufgegriffen und neu belebt. Wer mitfahren will, muss sich aber nicht an den Straßenrand stellen und den  Daumen hochrecken, er muss sich lediglich auf eine Bank setzen –  genauer gesagt auf eine gekennzeichnete Mitfahrerbank. 36 solcher, türkisfarbener  Bänke gibt es jetzt in den Orten der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues.

Die Idee dazu hatte die Verbandsgemeinde, umgesetzt hat sie die Bürgerstiftung Bernkastel-Kues. Im Laufe der vergangenen Monate wurden die Bänke in fast allen Orten  der Verbandsgemeinde aufgestellt. Wer aus seinem Ort in einen anderen Ort fahren möchte, setzt sich  auf die Bank. So wissen die  vorbeifahrenden Autofahrer, das ist jemand, der mitgenommen werden möchte. Mit einem  Schild kann er den Ort anzeigen, zu dem er gerne  hin will.

Eine solche Bank steht zum Beispiel in der Schanzstraße am Stadtpark in Bernkastel. Die Schilder, auf denen  Andel, Brauneberg,  Mülheim oder Wintrich steht, hängen an einem Pfosten. Um die Fahrtrichtung anzuzeigen,  müssen sie lediglich  umgeklappt werden.

Auf der Bank in Longkamp steht auf den  Schildern Bernkastel-Kues und Morbach, in Ürzig kann man ein Schild wählen, das auf Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues und Wittlich hinweist.

Zur Finanzierung des Projekts – eine Bank kostet 600 Euro – hat die Bürgerstiftung regionale Unternehmen  angesprochen. Sponsoren, die mindestens  300 Euro spenden,  werden auf einem an der Bank befestigten kleinen Schild genannt.

Johannes Schäfer, Vorsitzender  der Bürgerstiftung, sagt: „Die Mitfahrerbänke können zwar nicht den öffentlichen Nahverkehr ersetzen, aber sie bieten  eine Möglichkeit, mobiler unterwegs zu sein.“

Auch in Wehlen steht eine Mitfahrerbank. Gertrud Weydert kennt schon einige Personen, die dieses Angebot nutzen. Die Initiatoren wissen aber, dass   es sich noch weiter herumsprechen muss. Ulf Hangert: „Eine Idee braucht immer eine Zeit, bis sie sich durchsetzt.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung, Patrick Haas, ist optimistisch: „Zukünftig ist geplant, noch weitere Bänke bei Bedarf aufzustellen.“  In der Verbandsgemeinde  Speicher gebe  es Mitfahrerbänke  schon seit zwei Jahren. Haas: „Es funktioniert  – hinsetzen, abwarten, einsteigen!“

Die genauen Standorte  der Mitfahrerbänke werden jede Woche im Mitteilungsblatt  der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues abgedruckt.

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