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In Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach werden an Ostern viele Besucher erwartet

Tourismus : So viele Gäste werden am Osterwochenende an der Mosel erwartet

Trotz Corona rechnen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach an den Feiertagen mit einem großen Besucherandrang.

(iro) Das Riesenrad ist schon aufgebaut, die Menschen flanieren in der Altstadt von Bernkastel-Kues. Doch was auf den ersten Blick so idyllisch aussieht, ist es auf den zweiten Blick nicht. Das Riesenrad steht still, nur wenige Gastronomen offerieren einen Tisch auf der Terrasse. Wegen der Pandemie fehlen auch die Touristen, genauer gesagt die Übernachtungsgäste.

Üblicherweise ist die Stadt am Osterwochenende voller Menschen. Das ist in Pandemie-Zeiten wohl anders. Doch mit Hunderten von Gästen rechnet Stadtbürgermeister Wolfgang Port trotzdem. „Und wenn sie nur durch die Stadt flanieren und Eis essen“, sagt er. Wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, kann auch im Außenbereich von Gastronomen Kaffee trinken oder essen.

„Aber was ist das für ein Aufwand“, sagt Port weiter. Gedacht ist denn auch an ein Testeinrichtung am Moselgestade nahe der Verbandsgemeinde-Verwaltung, möglicherweise kann das in der kommenden Woche schon in Betrieb gehen. „Die Zelte sind schon bestellt“, sagt Port. Doch für Ostern selbst klappt das noch nicht. Mindestens eine weitere Teststation ist angedacht – auch mit Blick auf die Bemühungen des Kreises Bernkastel-Wittlich, Modellkommune à la Tübingen zu werden. Wenn die Menschen, die sich in der Stadt bewegen, nachweislich negativ getestet sind, dann sei auch nach und nach mehr Normalität möglich, ist Port überzeugt.

Und wenn es an Ostern wider Erwarten zu voll werden sollte oder die Corona-Regeln nicht eingehalten werden? „Unsere Ordnungskräfte sind sensibilisiert“, sagt Bianca Waters von der Stadt Bernkastel-Kues.

„Flusslandschaften haben eine besondere Anziehungskraft“, sagt Patrice Langer, Stadtbürgermeister von Traben-Trarbach. Das gilt nicht nur für Bernkastel-Kues, sondern auch für Traben-Trarbach. Und deshalb sagt er: „Ich gehe davon aus, dass wir an Ostern viel Betrieb haben werden.“ Das Problem aus seiner Sicht: „Wir haben derzeit keine Gastronomie im eigentlichen Sinne.“ Außer Außengastronomie mit negativem Schnelltest. Aber die Menschen werden trotzdem kommen, ist Langer überzeugt. Insbesondere der Sonntag mit seinen vielen Sonnenstunden werde sicher reizvoll.

Die Menschen werden kommen zum Radfahren oder Wandern. Eine große Anziehungskraft haben laut Stadtbürgermeister die Grevenburg und der Franzosensteig. Und wenn es eng wird? „Ich appelliere an die Vernunft, dass die Menschen Hygienevorschriften und Abstandsregeln einhalten“, sagt Langer.

Lesen Sie auch „Das bieten die Tierparks an Ostern“, Seite 13.