IGS Salmtal : In Containern zum Abitur

An der IGS Salmtal werden die Oberstufenschüler in Übergangsräumen unterrichtet. Grund sind die Arbeiten an einem Anbau des Schulgebäudes.

An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Salmtal hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Ein Bauzaun ist von der Landesstraße Richtung Dreis aus zu sehen, und an den Schulhof angrenzend sind 24 weiße Containermodule aufgestellt worden. Darin ist Platz für zwölf Klassenräume mit jeweils 28 Schülern.

Nötig ist der zusätzliche Platz, weil die IGS Salmtal einen neuen Anbau für die Oberstufenschüler braucht. Seit dem Schuljahr 2017/2018 können Schüler die gymnasiale Oberstufe in Salmtal besuchen, in 2020 sollen die ersten IGSler ihr Abitur machen.

Während der Bauphase, die in dieser Woche beginnt, werden die Schüler in den Containern unterrichtet. Bis zur Fertigstellung des Anbaus, voraussichtlich im zweiten Schulhalbjahr 2020, sollen die Übergangsräume stehen bleiben. Manuel Follmann, Pressesprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, erklärt, dass die Übergangsräume ohne Probleme aufgestellt wurden. Weiter sagt er, dass der Unterricht dort bereits möglich sei.

Die Module waren zuvor in Thalfang an der Realschule plus als Übergangslösung aufgebaut und dienten dort während der Bauzeit als Übergangslösung (der TV berichtete mehrfach). Die Schulleiterin der Erbeskopf-Realschule Plus, Sabine Becker, war mit den Containern zufrieden. Sie sagt: „Die Räume sind akustisch abgeschottet, so dass keine Geräusche durch die Wände dringen. Wir können gut arbeiten,  und der Unterricht verläuft normal.“

Die Kosten für den Abbau der Module in Thalfang und die komplette Montage in Salmtal belaufen sich auf rund 150 000 Euro.

Der Anbau der IGS Salmtal wurde bereits im Frühjahr 2017 von der ADD bewilligt. Der Antrag auf eine Zuwendung aus dem Schulförderprogramm wurde daraufhin im September 2017 vom Kreis gestellt und der vorzeitige Baubeginn im Juni 2018 genehmigt. Die Vergaben für den Bau, der sich an die Stirnwand des Schulgebäudes Richtung Landesstraße anschließt, sind inzwischen im Wesentlichen erledigt.

Die Gesamtkosten für den Bau werden auf 5,5 Millionen geschätzt. Der Schulträger, in diesem Fall der Landkreis,  zahlt.