In den 1980er Jahren wurde der Augustinus-Altar in Klausen abgebaut. Jetzt steht es frisch renoviert wieder an alter Stelle.

Kunst : Augustinus-Altar wieder an seinem Platz

In den 1980er Jahren wurde das Schmuckstück in Klausen abgebaut. Jetzt steht es frisch renoviert wieder an alter Stelle.

Antonius hat ihm seit über 30 Jahren Platz gehalten. Doch jetzt ist er wieder da, der Augustineraltar. Aus Eichenholz geschnitzt, teilweise vergoldet und von hoher bildhauerischer Qualität wurde er drei Monate in der Trierer Werkstatt von Thomas Lutgen restauriert. Es fehlten Teile, die nachgeschnitzt werden mussten, Risse wurden ausgebessert. Dabei wurden alte Techniken und Eichenholz aus der Region Wittlich verwendet. Die Vergoldungen reinigte die Firma und die Ölgemälde, die in den Altar eingelassen sind, wurden von einer Partnerfirma restauriert. Problematisch war, dass man nicht wusste, welche Teile zu dem Barock-Altar gehören und wo sie hingehören. „Wir mussten den Altar wie ein Puzzle zusammensetzen“, so Thomas Lutgen. Pater Albert Seul ist sehr froh, dass der Augustinus-Altar mithilfe einer Spende wieder aufgestellt werden kann. „Nach der Renovierung der Kirche reichte das Geld nicht aus, ihn wiederaufzubauen. Durch unsachgemäßen Abbau und die lange Lagerzeit war er beschädigt. Ohne das Spendengeld, die Höhe und seinen Namen möchte der Spender nicht nennen, hätten wir ihn nicht finanzieren können.“

Der Altar ist für Klausen von großer Bedeutung, weil sich die Augustiner Chorherren, die in Klausen waren, auf den heiligen Augustinus beriefen und er so zu den Anfängen der Wallfahrt zurückführt. Der heilige Antonius, den viele Klausen-Besucher verehren, bekommt einen neuen Platz in der Kirche.

Der Altar wird vom Limburger Bischof Georg Bätzing, der als Kaplan in Klausen war, am 30. April, 20 Uhr, bei der Wallfahrtseröffnung, eingesegnet.

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