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In den neuesten Zeller Heimatheften geht es ums Zeller Platt

Mundart : Von Aabelkrotz bis Zwing’ge

„Zeller Platt von A bis Z“ ist das Thema der neuesten Ausgabe der „Zeller Heimathefte“ des Heimat- und Verkehrsvereins Zell Mosel. Das Lexikon ist im Rhein-Mosel-Verlag RMV in Zell erschienen.

Auf 140 Seiten enthält es mehr als 900 Stichwörter in Zeller Platt mit Übersetzungen ins Hochdeutsche, dazu zahlreiche Illustrationen.

Vor 15 Jahren hatte der Zeller Kaufmann Jürgen Wirtz damit begonnen, Wörter des Zeller-Platts zu sammeln. Anlass dafür war eine gesellige Runde mit Zeller Freunden, die Schwierigkeiten hatten, manche Ausdrücke aus dem Zeller Platt zu verstehen. Aber jeder kannte selbst noch ein paar alte Ausdrücke. Da kamen schnell einige Dutzend Wörter zusammen. Wirtz stellte  die Begriffe auf die Internetseite www.bestzeller.de und ermunterte die Zeller zum Mitsammeln. Die Folge: per Anruf, E-Mail oder Notizzettel wuchs die Sammlung über die Jahre an. Um die Vokabeln in einem Buch zusammenzufassen, gewann Wirtz Anfang vergangenen Jahres Rosemarie Kettern und Hubert Clemens als Autoren. Die beiden Ruheständler und gebürtigen Zeller erweiterten die bis dahin 400 Stichwörter umfassende Sammlung zu einem Wörterbuch mit mehr als 900 Begriffen. Wo immer es möglich war, wurden die einzelnen Ausdrücke durch einen Beispielsatz mit hochdeutscher Übersetzung verdeutlicht, um „Nichtzellern“ das Verstehen zu erleichtern.Etwa zum Stichwort Gemélda – Gerümpel: Dat ganse Gemélda óff da Trähf móhs weg! – Das ganze Gerümpel auf dem Dachboden muss weg! Kettern und Clemens räumen auch ein, dass die Auswahl der Stichwörter nicht vollständig sein konnte, zumal viele Wörter aus dem Sprachgebrauch bereits ganz verschwunden sind.

„Zeller Platt von A bis Z - 900 Stichwörter mit Übersetzung ins Hochdeutsche. Zeller Heimatheft 2019“, Herausgeber: Heimat- und Verkehrsverein Zell (Mosel), 140 Seiten, sechs Euro; Verlag: RMV Rhein-Mosel-Verlag, ISBN 978-3-89801-364-2.