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In der Grundschule Salmtal ist zu wenig Platz.

Bildung : Platzprobleme in Salmtal - Zum neuen Schuljahr in die alte Schule

In der Grundschule Salmtal ist zu wenig Platz. Ab 2023 werden für sieben Schulklassen Räume gebraucht - entweder in einem Anbau oder als Neubau beim Schulzentrum. Bis dahin ist eine Übergangslösung gefragt.

Es muss etwas getan werden, denn es ist einfach zu wenig Platz an der Grundschule in Salmtal. Zum nächsten Schuljahr werden mindestens zwei weitere Klassenräume benötigt.

Die Verbandsgemeinde, die Trägerin der Schule, hat zwei Möglichkeiten: entweder Container auf dem Schulgelände aufstellen oder in die Alte Schule in Dörbach ausweichen.

Bei den Containern böten sich die gebrauchten Container der IGS Salmtal an. Diese würden samt Aufstellung 140 000 Euro kosten und auf dem Schulhof platziert. Dadurch hätten die Kinder dort deutlich weniger Platz. Zudem sind die Container bereits einige Jahre im Einsatz gewesen und haben deutliche Gebrauchsspuren.

Bliebe die Lösung, die Kinder in der alten Schule in Dörbach unterzubringen, die bis zum Ende der 1970er Jahre als Schulgebäude genutzt wurde. Dort gibt es ausreichend große Räume, das Untergeschoss ist barrierefrei, es stehen zwei Toilettenanlagen zur Verfügung, es gibt vor dem Haus einen Spielplatz und dahinter einen Schulhof.

Der Verbandsgemeinderat favorisiert diese Lösung. Aber die alte Schule im Ortsteil Dörbach ist nicht ungenutzt. Im Untergeschoss haben der Musikverein und der Männergesangverein ihre Räume, im Obergeschoss sind die Jugendverkehrsschule und die Jugendgruppe untergebracht. Zudem haben die Vereine bei der Renovierung der Räume sehr viel in Eigenleistung auf die Beine gestellt.

Deshalb hat der Ortsbürgermeister der Gemeinde Salmtal, Markus Peter Meyer, das Gespräch mit den Vereinen gesucht. Er sagt: „Die Vereine haben in der alten Schule sehr viel eingebracht. Da müssen wir uns zusammensetzen und gemeinsam mit den Vereinen nach einer Lösung suchen.“

Das ist inzwischen geschehen und es wurde eine Lösung gefunden. Der Männergesangverein und der Musikverein werden in der Zeit, in der die beiden Klassen in der alten Schule unterrichtet werden, im Erdgeschoss zusammenrücken und einen Raum gemeinsam nutzen. Im Obergeschoss haben sich die Jugendgruppe und die Jugendverkehrsschule auf einen Raum geeinigt.

Ortsbürgermeister Markus Peter Meyer sagt: „Wir sind jetzt froh, dass wir eine Lösung haben und den Kindern in der alten Schule zwei Klassenzimmer zur Verfügung stellen können. Alles ist besser als die Container, in die es reinregnet.“ Er ergänzt: „Es ist auch wichtig, im Erdgeschoss einen barrierefreien Raum zu haben, um beispielsweise den Seniorenkaffee, wenn er denn wieder stattfinden kann, und Wahlen durchführen zu können.“

Jetzt muss nur noch die ADD zustimmen, dann können die Kinder der zweiten und dritten Klasse im kommenden Schuljahr in der alten Schule in Dörbach lernen.

An der langfristigen Lösung, einem Neubau parallel zur L 141 mit Neubau einer Turnhalle soll weiter festgehalten werden, denn ab dem Schuljahr 2024/2025 werden acht Räume gebraucht. Ein Grundsatzbeschluss dazu wurde schon 2019 gefasst. Die ADD vertritt allerdings die Auffassung, dass die Schülerzahlen noch nicht aussagekräftig genug seien, um einen Neubau auf den Weg zu bringen.