In der Hitze genügt schon ein einziger Funke

In der Hitze genügt schon ein einziger Funke

Wintrich-Kasholz (sim) Es war kurz vor zwölf", sagt Edwin Kohl, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Am Mittwochmittag leitete er einen größeren Feuerwehreinsatz im Wintricher Ortsteil Kasholz.

Dort war ein frisch abgeerntetes Getreidefeld in Flammen aufgegangen. Das Feuer drohte auf den angrenzenden Wald überzugreifen und hatte bereits das Unterholz erreicht. Doch die alarmierten Feuerwehren aus Wintrich, Mülheim und Kues konnten Schlimmeres verhindern. Die Wintricher Wehr war zuerst vor Ort. Kurze Zeit später trafen die Wehren aus Mülheim und Kues mit weiteren Löschfahrzeugen ein - an Bord 1000 beziehungsweise 3000 Liter Löschwasser. Die Vorbereitungen für einen Pendelverkehr waren schon getroffen, um Wasser von Wintrich zur rund vier Kilometer entfernten Brandstelle zu transportieren. Doch das mitgeführte Wasser reichte aus. Eineinhalb Stunden waren 25 Feuerwehrkameraden in voller Schutzkleidung in der schwülen Hitze im Einsatz. Dabei mussten sie immer wieder Glutnester, die trockenes Holz oder Gras entfachen können, löschen.
Die Brandursache ist nach Angaben der Polizei Bernkastel-Kues noch nicht geklärt. Doch wie so oft bei solchen Bränden sind es meistens beim Dreschen im Mähwerk entstehende Funken, die ein Feuer entfachen (siehe Info).
Beim Brand am Mittwoch in Kasholz hatte der Landwirt mit Helfern noch versucht, das Feuer selbst zu löschen. Mit einer Maschine wollte er die Flammen wegmulchen beziehungsweise mit Erde bedecken. Erst als dies misslang, alarmierte er per Notruf die Feuerwehr. Das Feuer hatte in dem Moment bereits auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, Thomas Edringer, sagt: "Es ist ganz entscheidend, dass die Feuerwehr sofort alarmiert wird."Extra: KLEINE URSACHE MIT SCHLIMMEN FOLGEN