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In Dreis, Hetzerath und Klausen wird trotz Corona Müll gesammelt

Umwelt : Der Dreck am Straßenrand muss weg – Aktionen trotz Corona

In Dreis, Hetzerath und Klausen wird trotz der Corona-Krise Müll rund ums Dorf gesammelt. Um die Aktionen sicher zu machen, haben sich die Ortschefs was überlegt.

Im vergangenen Jahr ist viel Dreck liegen geblieben, denn in den meisten Orten sind die Müllsammelaktionen im vergangenen Jahr wegen der Pandemie ausgefallen.

Das soll in diesem Jahr anders sein. In Klausen wird es am 27. März die Aktion „Saubere Landschaft-sauberes Dorf“ geben. Dazu Ortsbürgermeister Alois Meyer: „Es hat sich in den letzten Monaten viel Müll angesammelt. Anscheinend haben viele Leute ihre Häuser geräumt und der Müll hat wohl nicht immer den Weg auf die Deponie gefunden.“ In Hetzerath gab es mehrfache Anregungen aus der Bevölkerung die Aktion durchzuführen, wie Ortsbürgermeister Werner Monzel berichtet. In Dreis hat Christoph Thieltges „Dreis putzt sich heraus“ ins Leben gerufen, weil im vergangenen Jahr nichts stattfinden konnte.

Mit verschiedenen Ideen gehen die Ortsbürgermeister an die Müllbeseitigung. In Klausen können sich freiwillige Helfer im Dorfladen Müllsäcke abholen. Im Onlineshop des Ladens kann man sich auf einer Karte eintragen, damit Strecken nicht doppelt abgegangen werden. Die vollen Säcke werden anschließend an die Straßenränder gestellt und der Gemeindearbeiter sammelt sie ein. In den vergangenen Jahren wurden vor allem leere Alkoholflaschen weggeworfen. Zusammen kam meist ein großer Baucontainer voll Abfall, der von zehn bis zwanzig Freiwilligen eingesammelt wurde. Ärgerlich sind die immer wieder gefundenes Altöl und Reifen. „Momentan haben wir noch freie Strecken. Es können also noch Freiwillige mitmachen“, so der Ortschef des Wallfahrtsdorfs.

In Hetzerath geht man am 27. März in Zweierteams los. „An zugewiesenen Straßen-, Wege- und Gewässerrändern wird der Müll gesammelt. Das gemeinsame Grillen muss aber leider ausfallen“, bedauert Werner Monzel. In Hetzerath haben durchschnittlich 25 bis 30 Personen geholfen. Besonders die Feuerwehr mit der Jugendfeuerwehr haben sich eingebracht. Das wird in diesem Jahr nicht so sein, um die Einsatzfähigkeit nicht zu gefährden. Was gedankenlos weggeworfen wird, ist oft nicht einfach wieder ordnungsgemäß zu entsorgen. „Beschwerlich ist es für die Helfer, wenn Müll die Böschungen heruntergeworfen wird. Wenn es dann noch Sofas oder Waschmaschinen sind, ist es Knochenarbeit, den Müll zu bergen“. Weiter berichtet der Ortsbürgermeister: „Oft finden wir leere Flachmänner, aber es wurden auch schon Tierabfälle gefunden. Eine eklige Angelegenheit.“ Bisher ist die Resonanz auf den Sammelaufruf erfreulich. 15 Personen wollen teilnehmen. Ein Ehepaar hat schon den Müll auf ihrer Walking­strecke gesammelt. „Erschreckend, die große Ausbeute“, fasst Werner Monzel zusammen.

In Dreis findet die Aktion vom 22. bis zum 31. März statt. Streckenpläne und Arbeitsausrüstung wird von der Gemeinde gestellt.