In Gipperath setzen die Menschen auf die zwei großen Volksparteien: So wählten die Bürger im Wahlkreis 22

In Gipperath setzen die Menschen auf die zwei großen Volksparteien: So wählten die Bürger im Wahlkreis 22

In der kleinen Gemeinde Dodenburg haben die Menschen gegen den Landestrend gewählt: In dem Ort in der VG Wittlich-Land bekam die CDU 20,6 Prozent Zweitstimmen mehr als bei der Landtagswahl 2011. Damals gingen 61 Menschen zur Urne. Die SPD verlor dort und fuhr in der Gemeinde ihren schlechtesten Wert im gesamten Wahlkreis 22 ein (18,3 Prozent).


Traditionell auf die beiden großen Volksparteien CDU und SPD setzten die Wähler in der rund 250 Einwohner zählenden Gemeinde Gipperath. Dort entfielen nur 13 Prozent der Zweitstimmen insgesamt auf die Parteien FDP, AfD, Grüne, Linke und Sonstige. Die FDP hatte dort ihr schlechtestes Ergebnis im gesamten Wahlkreis 22.

Die Hochburgen: In der Verbandsgemeinde Wittlich-Land wählten in Meerfeld 60 Prozent der Wähler die CDU mit ihrer Zweitstimme. Mehr gab es in keinem anderen Stimmbezirk. Die meisten Zweitstimmen für die SPD gab es in Gipperath mit 47,1 Prozent. In Bettenfeld erreichte die AfD mit 13,7 Prozent ihren höchsten Wert der Zweitstimmen, die FDP hatte in Schwarzenborn mit zehn Prozent der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis, die Grünen mit 9,3 Prozent in Musweiler.
Innerhalb der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach sieht die Verteilung wie folgt aus: Die prozentual meisten Zweitstimmen bekam die SPD in Irmenach (49,6 Prozent), die CDU in Kinheim (51,5), die AfD in Bengel (14,9), die Grünen in Willwerscheid (11,1) und die FDP in Kröv (12,6).

Die schlechtesten Ergebnisse: Nur 16,7 Prozent der Zweitstimmen bekam die CDU in Willwerscheid - weniger gab's sonst in keinem anderen Ort in der VG Traben-Trarbach. In Diefenbach erreichte die SPD nur 18,6 Prozent der Wähler. Die Grünen bekamen in Kinheim nur zwei Prozent der Zweitstimmen, die AfD in Flußbach nur 1,8 Prozent und die FDP in Bengel nur 4,6 Prozent.
In der VG Wittlich-Land sieht es wie folgt aus: In Dodenburg bekam die SPD nur 18,3 Prozent, die CDU hatte in Gladbach mit 32,7 Prozent ihren schlechtesten Wert, die Grünen in Schwarzenborn (null Prozent), die AfD in Gipperath (2,6 Prozent) und die FDP ebenfalls in Gipperath mit 2 Prozent.

Der größte Verlust: Von 20,7 Prozent (Zweitstimmen) auf null Prozent sind die Grünen in Schwarzenborn gefallen. Mehr verlor keine Partei im Wahlkreis 22.
Zuwächse: 20,6 Prozent gewann die CDU in Dodenburg hinzu (55 Prozent statt 34,4 in 2011): Damit wählten die Bürger dort entgegen dem Landestrend. Im kleinen Dorf Schwarzenborn (62 Einwohner) gewann die SPD 22,6 Prozent hinzu (43,3 statt 20,7) und wurde mit 3,3 Prozent vor der CDU stärkste Partei.

Die Wahlbeteiligung: Prozentual gingen die meisten Wähler in den Orten der VG Wittlich-Land in Greimerath zur Urne: sagenhafte 88,4 Prozent. Die Nase vorn hatte dort die SPD, die 35,6 Prozent der Zweitstimmen bekam - knapp zehn Prozent mehr als 2011. In der VG Traben-Trarbach gingen prozentual die meisten Menschen in Starkenburg an die Urne mit 85,9 Prozent. Dort lag die CDU mit 39,2 Prozent knapp vor der SPD (38).
Die wenigsten Wahlberechtigten im gesamten Wahlkreis 22 gingen prozentual in Binsfeld zur Urne mit 59 Prozent - das waren allerdings 7,4 Prozent mehr Wähler als noch bei der Landtagswahl 2011. willExtra

AfD-Direktkandidatin Brigitte Hoffmann war am Sonntagabend bei der Wahlparty ihrer Partei in Mainz und wegen eines Funklochs nicht erreichbar. Sie bewertet die Ergebnisse wie folgt: "Mit großer Freude habe ich das Ergebnis wahrgenommen. Wir hatten ein Gefühl dafür, dass die Leute gelernt haben, mit uns umzugehen. Wir haben einen kleinen Sieg der Demokratie errungen und mehr Wähler mobilisiert." will