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In Großlittgen und Wallscheid sollen neue Gewerbeflächen entstehen.

Wirtschaft : In Großlittgen und Wallscheid sollen neue Gewerbeflächen entstehen

Ansässige Unternehmen wollen sich erweitern und ein größeres Unternehmen möchte sich in der VG Wittlich-Land neu ansiedeln und dafür mehrere Hektar Grund und Boden kaufen.

Gute Verkehrsanbindung, viele freie Flächen: In der Verbandsgemeinde Wittlich-Land stehen – anders als in Wittlich – rein theoretisch noch zahlreiche Gebiete zur Verfügung, die als Gewerbe- oder Industrieflächen ausgewiesen werden könnten (unsere Zeitung berichtete). Ein im Jahr 2020 beauftragtes Planungsbüro entdeckte in den 45 Kommunen der Verbandsgemeinde rund 1300 Hektar Potenzialfläche für weitere Gewerbe- und Industriestandorte.

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates haben sich auf ihrer jüngsten Sitzung vergangene Woche in Dreis jedoch zunächst mal darauf geeinigt, in Abstimmung mit den Ortsgemeinden die Entwicklung von vorerst zwei neuen Gewerbestandorten voranzutreiben.

Großlittgen Im Eifelort Großlittgen möchten sich vorhandene Betriebe erweitern und brauchen etwas Luft. Auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen westlich des bestehenden Gewerbegebiets in den Straßen Zum Ziegelflur und Zur Tuchbleich sollen fünf weitere Hektar Gewerbefläche entwickelt werden. Diese Fläche schließt sich unmittelbar an das bestehende Gewerbegebiet an. Die Fläche wurde auf Drängen der ansässigen Unternehmen und der Ortsgemeinde in die Planung zur Änderung des Flächennutzungsplans aufgenommen. Dabei soll nach dem Entwurf des neuen Raumordnungsplanes für die Gemeinde Großlittgen die besondere Funktion „Gewerbe“ (G) zukünftig entfallen.

Aufgrund der erwähnten Erweiterungswünsche der ansässigen Betriebe hat die Ortsgemeinde Großlittgen mit einem Schreiben bei der Planungsgemeinschaft Region Trier allerdings die erneute Zuweisung der Funktion „Gewerbe“ (G) beantragt.

Der Verbandsgemeinderat stimmte mehrheitlich dafür, die Entwicklung der Gewerbeflächen in Großlittgen anzustoßen.

Wallscheid Die Ortsgemeinde Wallscheid habe die Anfrage eines größeren Unternehmens vorliegen, das sich gerne in der Ortsgemeinde ansiedeln möchte, erklärte Ortsbürgermeister Uwe Kröffges in der Sitzung des Verbandsgemeinderates. Das Unternehmen dränge auf eine möglichst schnelle Ansiedlung und wolle ein Grundstück in Wallscheid kaufen. Dabei geht es um die vier Hektar große Potenzialfläche mit der Bezeichnung „Wa1“, eine „Inselfläche“ an der Autobahnanschlussstelle Manderscheid. Das Areal, das derzeit landwirtschaftlich genutzt wird, liegt zwischen Autobahn, L 64, L 16 und im Bogen der Autobahnauffahrt.

Welches Unternehmen dort Grund und Boden kaufen und sich ansiedeln möchte, ist aber noch ein Geheimnis, das die Orts- und Verbandsgemeinde noch nicht preisgeben möchten.

Mit seinem Beschluss hat der Verbandsgemeinderat allerdings auch dort die Änderung des Flächennutzungsplans und die Entwicklung weiterer Gewerbeflächen auf den Weg gebracht und das dafür notwendige Verfahren somit angestoßen. „Es geht auch darum, den Firmen deutlich zu machen, dass wir uns schnell kümmern und Dinge zügig auf den Weg bringen“, erklärte Bürgermeister Dennis Junk zur Abstimmung im VG-Rat.