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In Heidenburg übernimmt der Musikverein die Trägerschaft des Dorfladens

Versorgung : Aus der Heidenburger Bäckerei wird ein Dorflädchen

In Heidenburg übernimmt der Musikverein vorläufig die Trägerschaft eines Geschäftes für Backwaren und Lebensmittel des täglichen Bedarfs.

Die Heidenburger können weiter in ihrem Dorf Brot, Brötchen und Lebensmittel des täglichen Bedarfs kaufen. Nach der Geschäftsaufgabe des Bäckers Schander (der TV berichtete), der in der vergangenen Woche das letzte Mal geöffnet hatte, hat sich der örtliche Musikverein bereit erklärt, den Betrieb eines Dorfladens in dem früheren Ladenlokal des Bäckers vorläufig zu übernehmen.

Künftig soll ein noch zu gründender wirtschaftlicher Verein das Geschäft fortführen, das künftig unter dem Namen Heidenburger Dorflädchen firmiert. „Ab heute läuft der Verkauf“, sagt Ortsbürgermeister Peter Kolz. Und das offensichtlich mit Erfolg: „Wir mussten nachordern, obwohl wir schon etwas mehr bestellt hatten“, sagt er.

Erst vor einer Woche hatte sich der Gemeinderat Gedanken gemacht, welcher Verein für den vorläufigen Betrieb in Frage kommt (der TV berichtete). Alexander Göppert vom Musikverein Heidenburg sagt, direkt nach der Sitzung habe man intern Mitglieder befragt und nach positiver Resonanz der Gemeinde angeboten, das Geschäft vorläufig zu führen, wenn sich kein anderer Verein bereit erklärt.

Neben den Backwaren, die man aus der Trittenheimer Bäckerei Mittler beziehe, finden die Kunden im Heidenburger Dorflädchen außerdem weitere Lebensmittel des täglichen Bedarfs, wie Mehl, Eier, Wurstwaren, Milch und verschiedenes mehr, sagt Göppert. Verkauft werden die Waren von ehemaligen Mitarbeitern der Bäckerei Schander, die als geringfügig Beschäftigte angestellt sind.

„Wir haben jetzt die Zeit, um einen wirtschaftlichen Verein zu gründen, der den Betrieb fortführt“, sagt Ortsbürgermeister Kolz. Als Vorbild für das Konzept, das jetzt erstellt werden muss, gilt der Dorfladen in Klausen. „Wir möchten, dass der Verein von Mitgliedern aus dem Dorf getragen wird“, sagt er. „Die Bürger sollen Mitglied werden.“ Er ist optimistisch, dass das gelingt, denn in den vergangenen Tagen hätten mehrfach Bürger bei ihm angerufen und gefragt, wie sie helfen könnten.

Es sei schwierig, das alles unter Corona-Bedingungen zu organisieren. Kolz hätte alle Aspekte gerne bei einer Bürgerversammlung besprochen, was allerdings nicht möglich ist. Aufwendig sind die vielen notwendigen Kontakte zu Behörden, die bei einem solchen Projekt eingebunden werden müssen.

 Das Heidenburger Dorflädchen ist zu folgenden Tageszeiten geöffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag von 7 bis 10 Uhr, Sonntag von 8 bis 10 Uhr.