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In Hetzerath entsteht ein Betreutes-Wohnen mit Tagespflege und Appartements.

Drei Fragen an : Sozialprojekt und Verkehrsprobleme

In Hetzerath entsteht ein Betreutes-Wohnen mit Tagespflege und Appartements.

In der TV-Serie „Drei Fragen an den Ortsbürgermeister“ kommt heute Werner Monzel, Ortsbürgermeister von Hetzerath, zu Wort. Der TV hatte Monzel gefragt, welche Themen das Dorf und den Ortsgemeinderat beschäftigen.

Als das wichtigste Thema momentan bezeichnet Monzel das Projekt „Betreutes Wohnen“. Die Ortsgemeinde hat in der Ortsmitte Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von 3400 Quadratmetern gekauft. Es handelt sich um einen ehemaligen Steinmetzbetrieb und zwei angrenzende Wohnhausgrundstücke. Monzel: „Nach vielen Recherchen und Überlegungen befinden wir uns aktuell in finalen Gesprächen mit einem Investor und einer Betreibergesellschaft. Es soll ein Gebäudekomplex errichtet werden, in dem untergebracht sind: eine Arztpraxis mit einer Nutzfläche von rund 190 Quadratmetern, Tagespflege für 25 bis 30 Personen, zwei ambulant betreute Pflegewohngemeinschaften für jeweils zwölf pflegebedürftige Menschen, neun Appartments mit je einer Nutzfläche von 40 Quadratmetern, acht Wohnungen mit je einer Nutzfläche von rund 65 Quadratmetern.“

Mit einer solchen Einrichtung sei es möglich, von der Geburt bis zum Tod in Hetzerath zu wohnen, ohne den Ort verlassen zu müssen.

Ein weiteres Thema ist seit Jahren der starke LKW-Verkehr auf der Ortsdurchfahrtsstraße (L 141) und die damit verbundene Einschränkungen in der Wohnqualität im Altort. Aktuell ist die Ortsdurchfahrt für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt mit Ausnahme des Anliegerverkehrs. Der Ortsbürgermeister erklärt: „Die Schilder bringen nicht den gewünschten Erfolg, weil jeder der in den Ort fährt, ein Anliegen vorbringen kann. Es konnte erreicht werden, dass die Schilder in ,Lieferverkehr frei’ demnächst ausgetauscht werden. Damit dürfen nur noch LKW in den Ort, die nachweislich dort Waren anliefern. Durch entsprechende Kontrollen ist mit deutlich weniger LKW-Verkehr zu rechnen.“

Seit Jahrzehnten bemühe sich die Gemeinde für eine bessere Verkehrsanbindung für den Bereich „Kirchgäßchen“. Dort seien die Kindertagesstätte mit 160 Plätzen, der Bolzplatz und die Tennisplätze angesiedelt. In den vergangenen Jahren seien dort zudem mehrere Mehrfamilienwohnhäuser mit 24 Wohnungen entstanden. Die Straße ist schmal und kann wegen der engen Radien mit größeren LKW nicht angefahren werden. Die Gemeinde plane nun eine neue Straße mit Anbindung an die L 141. Dafür werde Baurecht über einen Bebauungsplan geschaffen, so Monzel.

Auf die Frage: Welche Projekte würden Sie als Ortsbürgermeister gerne in Ihrer Legislaturperiode noch angehen und umsetzen, was drängt, was planen Sie eventuell bereits?, antwortet Werner Monzel: Die Gemeinde hat die Weichen für die Erweiterung des Industrieparks Region Trier und die Schaffung von etwa 1000 Arbeitsplätzen gestellt. Sie will in den nächsten Jahren den Aufbau der Infrastruktur und die Ansiedlung von Unternehmen konstruktiv unterstützen. Durch die Erweiterung des Industrieparks Region Trier (IRT) auf der Gemarkung Hetzerath sind viele Ausgleichsflächen nötig. Die Gemeinde bemüht sich mit der Geschäftsstelle des IRT und Fachbüros, dass dieser Ausgleich möglichst ortsnah erfolgt und für die Bürgerinnen und Bürger im Ort einen ,Mehrwert’ bringt. In diesem Zusammenhang soll das Naherholungsgebiet „Weiheranlage Heidsbüsch“ aufgewertet und vergrößert werden. Zudem wird angestrebt, neue Wander- und Radwege und Grünflächen zu schaffen. Außerdem ist geplant, die Ortseinfahrt verkehrsberuhigt umzugestalten und mit viel Grün optisch aufzuwerten.

Durch Corona wurde das Projekt ,Zukunfts-Check Dorf’ ausgebremst. Es soll sobald als möglich angegangen werden. Diese Kampagne soll Bürger motivieren im Sinne der Selbsthilfe die örtlichen Chancen und Herausforderungen zu erkennen und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln.“