1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

In Hetzeraths Ortsmitte wird gebaut

Infrastruktur : Hetzerath kann weiter wachsen

In der Ortsmitte von Hetzerath baut ein Investor 24 neue Wohnungen, verteilt auf drei Häuser. Anfang kommenden Jahres könnte das erste Haus bezogen werden. Der Neubau war im Vorfeld allerdings umstritten.

Hetzerath wächst weiter: 24 neue Wohnungen entstehen ab Anfang des Jahres in der Ortsmitte der Gemeinde, in der Nähe des Kindergartens. Bauherr ist das Unternehmen Matthias Ruppert aus dem benachbarten Esch.

Die 24 Wohneinheiten sollen sich, so der Plan, auf drei Mehrfamilienhäuser verteilen. Die Gebäude werden, so der Investor, sukzessive gebaut, drei Wohnungen pro Haus sind barrierefrei. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 56, 80 und 100 Quadratmetern, alle Wohnungen werden als Mietobjekte vermarktet. Zu jeder Wohneinheit gehört ein Balkon, beziehungsweise eine Loggia. Das erste der drei Gebäude kann voraussichtlich Anfang 2019 von den neuen Mietern bezogen werden.

Für Stephan Ruppert, Geschäftsführer des Bauunternehmens Matthias Ruppert, spielt die Lage der neu entstehenden Wohnungen eine entscheidende Rolle. In der Ortsgemeinde Hetzerath sei eine sehr gute Infrastruktur vorhanden. Sowohl die Schule und der Kindergarten als auch sämtlicher Bedarf des täglichen Lebens seien von den Mehrfamilienhäusern aus fußläufig erreichbar, sagt Ruppert. Hetzerath verzeichne seit Jahren steigende Einwohnerzahlen, was für einen attraktiven Standort spreche (siehe Hintergrund). Die genaue Investitionssumme des Millionenprojekts kann er derzeit noch nicht nennen.

Die drei Häuser mit Flachdach werden laut Bauherr in nachhaltiger, energieeffizienter Bauweise errichtet. Den Bewohnern stehen, so das Unternehmen Ruppert, künftig ausreichend Parkflächen und Carports an den Gebäuden zur Verfügung. Die Ausstattung der Häuser mit genügend Parkflächen war eine der Bedingungen, die die Gemeinde dem Bauherren bei der Verabschiedung der Bauvoranfrage im Juni vergangenen Jahres gestellt hatte, denn an ihre Zustimmung (sechs Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen, drei Enthaltungen), hängte der Rat eine Forderung: Pro Wohnung sollen zwei Stellplätze statt der vom Investor geplanten eineinhalb eingeplant werden (der TV berichtete am 7. Juni 2017).

Nicht nur wegen der Parkmöglichkeiten gab es in der Sitzung einige Diskussionen: Auch der durch die Bebauung und die künftige Wohnnutzung zusätzlich entstehende Verkehr in der Ortsmitte war einer der Punkte, die im Vorfeld der Bebauung für Diskussion im Ort und im Gemeinderat gesorgt hatten. So hatte Ortsbürgermeister Werner Monzel damals mitgeteilt, dass es eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und Investor gebe, dass die Gemeinde eine einen Meter breite Fläche des Grundstücks kaufen könne, um später eventuell die Straße an dieser Stelle zu verbreitern und die Verkehrssituation so zu verbessern.

Auch die Gefahren durch den nahen Bach wurden in der Sitzung und zuvor unter den Bürgern thematisiert: Da das Gebiet bei starken Niederschlägen überschwemmt werden kann, wie in der Vergangenheit geschehen, hatten Investor und Grundbesitzer im Vorfeld ein wasserrechtliches Gutachten für das knapp 8000 Quadratmeter große Areal in Auftrag gegeben. Dieses besagt unter anderem, dass die Häuser 13 Meter vom Ufer des nahen Bachs entfernt sein müssen und der Durchfluss unter der Brücke freigeräumt werden muss, damit keine Überschwemmungsgefahr für die Häuser entstehe.