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In Hirzlei rollen 2011 wieder Bagger an

In Hirzlei rollen 2011 wieder Bagger an

Rund zwei Millionen Euro werden in die erstmalige Kanalisierung und den Ausbau der Straßen des Brauneberger Ortsteils Hirzlei investiert. Doch einige Monate werden die Bürger wohl noch an einer Baustelle leben müssen.

Hirzlei. Die vorgezogene Baugenehmigung für den Ausbau eines Teils der Gemeindestraße des Brauneberger Ortsteils Hirzlei liegt vor. Damit rückt der Tag näher, an dem die Bagger wieder anrollen. Abgerückt sind sie vor mehr als einem Jahr. Denn die Kanalleitungen ab Bushaltestelle bis Ortsausgang Weinbergwirtschaftsweg sind seit Sommer 2009 verlegt. Seither fahren Autofahrer über Schotterpisten. Ortsvorsteher Ewald Adam begründet die Verzögerung mit den 2010 nicht geflossenen Landesmitteln. Doch nun laufe die Ausschreibung der Arbeiten, freut sich Braunebergs Ortsbürgermeister Klaus Denzer, der Ende Oktober die Bürger informieren will. "Jeder kann Anregungen einbringen." Je nach Witterung könne vielleicht noch im Winter begonnen werden, in jedem Fall aber 2011: "Uns ist es sehr wichtig, dass dieser Ist-Zustand so schnell wie möglich behoben wird."

Derzeit wird aber nur für den ersten Straßenbauabschnitt ausgeschrieben. Und zwar für das neu kanalisierte Teilstück zwischen Feuerwehrhaus und Ortsausgang Weinberg. Für das kurze, überwiegend befestigte Stück zwischen Feuerwehr und Haltestelle soll ebenfalls vorzeitiger Baubeginn beantragt werden. Parallel angelaufen sind die Vorbereitungen der Verbandsgemeindewerke für die Kanalisierung des zweiten Abschnitts. Denn 2011 soll die durch mittlere und obere Hirzlei führende Kreisstraße, die von Burgen kommend an der Bushaltestelle links abbiegt, kanalisiert werden. Auch darüber werden die Bürger Ende Oktober informiert. Werkleiter Werner Ruppenthal erwartet das Geld für die Kanalisierung 2011. Um Zeit zu sparen, würden Kanalarbeiten und K 73-Ausbau zusammen ausgeschrieben. Die Baukosten für die erstmalige Kanalisierung des Ortsbezirks beziffert er auf 650 000 Euro. Das Land gewähre dazu 512 000 Euro zinsloses Darlehen.

Der Ortsstraßenausbau ist laut Adam mit rund 500 000 Euro kalkuliert. Weitere 750 000 Euro kostet der Ausbau der Kreisstraße. Insgesamt werden 1,2 Kilometer viereinhalb Meter breit ausgebaut. Bei der zeitlichen Planung stand laut Adam und Denzer die möglichst geringe Belastung der Bürger im Vordergrund. Zu Verzögerungen führte laut Adam die vor vier Jahren nicht vorhersehbare allgemeine "Finanzmisere" sowie die finanzielle Situation der Gemeinde Brauneberg, die mit Komplettausbau ihrer Straßen viel habe schultern müssen.

Vorerst zurückgestellt sind Sanierung und Umbau des Feuerwehrhauses zum Gemeindehaus. Das zuletzt mit rund 130 000 Euro veranschlagte Vorhaben steht seit sechs Jahren auf der Wunschliste des Ortes, der auf 50 Prozent Landeszuschuss hofft.