In Traben-Trarbach ensteht neues Wohngebiet mit 101 Bauplätzen

Stadtentwicklung : In Traben-Trarbach entsteht neues Wohngebiet mit 101 Bauplätzen

Am „Königsberg“ in Traben ist die Erschließung des ersten Bauabschnitts in vollem Gang. Ab der zweiten Jahreshälfte können die ersten Häuser errichtet werden.

Im Neubaugebiet Köngisberg in Traben bewegt sich was. Bagger und Raupen schieben Straßen ins Erdreich, Kanalrohre liegen bereit, die später im Untergrund verlegt werden. Es ist der erste Bauabschnitt auf einer acht Hektar großen Fläche, auf der insgesamt 101 Bauplätze vorgesehen sind. Gemäß dem Bauzeitenplan sollen die Arbeiten im ersten Abschnitt bis zum Ende des ersten Halbjahres 2019 abgeschlossen sein.

Die Erschließung des gesamten Baugebietes verläuft in drei Bauabschnitten. Mit dem ersten Bauabschnitt werden insgesamt 49 Bauplätze erschlossen. Im Eigentum der Stadt Traben-Trarbach sind hier zwölf Grundstücke, davon hat sie seit Beginn des Jahres vier verkauft. Als Kaufpreis hat der Stadtrat für seine Grundstücke 45 Euro beschlossen – ohne Erschließungskosten. Die Bauplätze sind zwischen 500 und 750 Quadratmeter groß. Sie liegen in einer attraktiven Hanglage mit Blick auf die Mosel. Die Erschließungskosten werden nach nach Fertigstellung sämtlicher Erschließungsanlagen berechnet, festgesetzt und von den Grundstückseigentümern angefordert. Mit 45 bis 50 Euro pro Quadratmeter ist zu rechnen.

Läuft alles nach Plan, können also in der der zweiten Jahreshälfte die ersten Bauherren dort ihre Häuser errichten. Frank Thullen, Leiter des Fachbereich 2 – Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen – bei der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, sagt: „Die Nachfrage ist sehr gut. Einheimische sowie Auswärtige wollen dort bauen.“

Der erste Bauabschnitt ist angebunden über die „Bergstraße“. Nach Fertigstellung des dritten Bauabschnittes erfolgt eine weitere Anbindung über die Straße „Am Hasenläger“. Das gesamte Areal wird später von drei Straßen durchzogen.

Bereits 2006 hatte der Stadtrat am Königsberg die Ausweisung von Bauflächen beschlossen. Doch es gab zunächst Bedenken seitens des Naturschutzes. Es musste geklärt werden, ob ein mögliches Vorkommen von Turteltaube und Grünspecht, die dort schon mal gesichtet wurden, dem Vorhaben entgegenstehen. Es wurde zum Thema Artenschutz eine Untersuchung durchgeführt. Das Ergebnis: In dem Plangebiet, wo zuvor Winzer Weinberge bewirtschafteten und Hecken und Obstbäume standen, sind keine streng geschützten Tiere vorhanden. Ein weiterer Grund für die lange Planungszeit war die Neuorganisation der Katasterverwaltung. Erst im Januar 2015 beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan mit den textlichen Festetzungen. Darin ist festgelegt, was und wie gebaut werden darf. Doch der Bebauungsplan musste wegen einer einstweiligen Verfügung neu geprüft werden. Das kostete wieder Zeit. Anwohner wollten das Neubaugebiet verhindern und hatten ein Normenkontrollverfahren beantragt.

Das Neubaugebiet befindet sich im Landschaftschutzgebiet Mosel. Die Bebauung in der weit sichtbaren Hanglage muss touristischen Ansprüchen Rechnung tragen. So gibt es unter anderem relativ eng gesetzte Vorschriften bezüglich der Höhe und Größe der Häuser oder der Dachgestaltung. Auf seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Stadtrat erneut mit dem Bebauungsplan befasst. Einzelne Bauwillige hatten Ausnahmen vom Bebauungsplan beantragt. Der Stadtrat hat aber eine Änderung der Satzung abgelehnt.