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Kommunalpolitik: In Traben-Trarbach wollen die Jugendlichen mitreden

Kommunalpolitik : In Traben-Trarbach wollen die Jugendlichen mitreden

In der Verbandsgemeinde soll erstmals ein Jugendparlament gewählt werden. Der Zeitpunkt ist wegen des Coronavirus jedoch ungewiss.

Von Christoph Strouvelle

Mehr Mitspracherecht und Gestaltungsmöglichkeiten für die Jugend: In Traben-Trarbach soll erstmals ein Jugendparlament gegründet werden. „Die Jugendlichen haben in Arbeitsgruppen bereits mitgearbeitet“, sagt Patrycja Murawska, Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach.

Beispielsweise hätten sie beim Skaterpark und beim Traben-Trarbacher Jugendraum Interesse gezeigt und ihre Ideen eingebracht, sagt sie. In mehreren Informationsveranstaltungen, die mal mehr, mal weniger gut besucht gewesen sind, hat sie  den Betreffenden die Idee eines Jugendparlaments erläutert. „Viele Jugendliche haben Interesse“, sagt sie.

Die Jungen und Mädchen hätten sogar zusammen mit der Jugendpflegerin die Satzung erarbeitet, nach der sich das Jugendparlament richten soll. Demnach soll es sich aus 20 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 21 Jahren zusammensetzen und aus seinen Reihen einen Vorsitzenden und zwei gleichberechtigte Stellvertreter bestimmen.

Das Jugendparlament soll die Interessen der Jugendlichen gegenüber der VG vertreten sowie Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen, über die in den Entscheidungsgremien der VG weiter beraten werden. So soll die Jugendvertretung helfen, gemeinsame Wünsche von Jugendlichen in der VG zu erkennen und mögliche Probleme zu lösen, heißt es in der Satzung.

„Die Jugendlichen lernen so, wie man sich einbringen kann, um Dinge zu ändern“, sagt Murawska.

 Die Mitglieder des Gremiums sollen Urkunden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten, die sie beispielsweise bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ihren Bewerbungsunterlagen hinzufügen und so ihr besonderes Engagement nachweisen können.

Nach der ursprünglichen Planung sollten die Wahlmodalitäten wie Bewerbersuche, Wahl und konstituierende Sitzung im Frühjahr ablaufen und das neugewählte Gremium am 2. Juli erstmals zusammentreten. Doch ist diese Planung wegen des Coronavirus obsolet geworden.

So müsse der VG-Rat erst einmal die Satzung beschließen, sagt Marcus Heintel, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach. Doch seien die Sitzungen aller politischen Gremien wegen der Pandemie abgesagt. Man müsse die nächste noch nicht terminierte Sitzung abwarten, auf der die Ratsmitglieder über die Satzung entscheiden.