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In Veldenz soll ein Seniorenheim entstehen. Der Investor steht noch nicht fest.

Infrastruktur : Vorbereitungen für Seniorenheim in Veldenz gehen voran

Der Ortsgemeinderat begrüßt den Bau einer Wohnanlage im Baugebiet Mühlenhof. Wer die künftige Einrichtung betreibt, steht noch nicht fest.

Die Beschreibung für ein Grundstück in der Ortsgemeinde Veldenz liest sich hervorragend. „Sie möchten in einer abwechslungsreichen Landschaft mit wildromantischen Wanderwegen, urigen Fels­partien, Wiesen und Weinbergen wohnen? Einem Ort mit mittelalterlichen Bauten wie dem Schloss Veldenz aus dem 12. Jahrhundert und der „Villa Romana“ aus römischer Zeit“, so beginnt die Beschreibung eines 5359 Quadratmeter großen Grundstücks, das ein Trierer Immobilienhändler bis kurz vor den Weihnachtstagen auf seiner Homepage angeboten hat. Inzwischen ist das Exposé des „exklusiven Baugrundstücks ‚Mühlenhof‘“, für das ein Kaufpreis von 185 000 Euro angesetzt war, von dessen Internetseite verschwunden.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass ein Investor auf der Fläche eine Seniorenwohnanlage errichtet, wie es im Protokoll der Sitzung des Ortsgemeinderats vom 24. November 2020 zu ersehen ist.

  Denn dort behandelten die Ratsmitglieder einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Mühlenhof. Zwar befürworteten die Mitglieder den Bau einer Seniorenwohnanlage. Jedoch lagen zu wenige Informationen über den Investor vor, weshalb der Tagesordnungspunkt auf die kommende Sitzung vertagt wurde.

Dies ist inzwischen im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats am 8. Dezember geschehen, sagt Ortsbürgermeister Norbert Sproß, der den Namen allerdings nicht preisgibt. Vorerst handele es sich lediglich um eine Änderung des Bebauungsplans, sagt er. Die Planungen für das Seniorenheim, das eine Bereicherung der Infrastruktur für die Verbandsgemeinde  Bernkastel-Kues und den Landkreis darstelle, seien erst am Anfang.

Wer das mögliche Seniorenwohnheim betreibt, ist noch nicht festgelegt. „Es gibt mehrere, die in Frage kommen“, sagt Sproß. Auch, ob es sich um ein reines Wohnheim handeln oder ob um eine Einrichtung mit Tagespflegeplätzen errichtet werden soll, ist noch nicht festgelegt. „Das kommt erst“, sagt Sproß.

Jetzt müssten erst die Träger öffentlicher Belange wie Naturschutzverbände gehört werden, ein Prozess, der bis zu einem Jahr dauern kann.

Da schon ein Bebauungsplan existiert, der lediglich geändert werden müsse, könne dies schnell gehen. Sproß schätzt, dass es mit den Planungen, Genehmigungen und Bau der Seniorenwohnanlage bis zu drei Jahren dauern kann, bis das oder die Gebäude bezugsfertig sein werden.