In wenigen Tagen gibt es Mosel-Federweißen

Erste Ernte eingefahren : In wenigen Tagen gibt es Mosel-Federweißen (Fotos)

Die ersten Trauben für das süffige Getränk Federweißen sind in den frühen Morgenstunden des Samstags in Osann Monzel geerntet worden. Winzer Günter Meierer bringt bis zu 40.000 Liter auf den Markt.

An der Mosel hat die Weinlese begonnen. In Osann-Monzel ist am Samstagmorgen noch vor Sonnenaufgang ein Vollernter des Weinguts Günter Meierer ausgerückt, um die ersten Trauben der früh reifenden Sorten Solaris und Ortega für den beliebten und besonders süffigen Federweißen zu ernten. An Bord der Maschine und des Traktors mit Erntewagen waren mit Matthias Reinert, Jan Bollig und Matthias Poß drei Männer vom Fach, zwei für den Wein und einer für die Technik.

Der frühmorgendliche Termin an einem noch einmal hochsommerlichen Tag hatte seinen Grund. Die Trauben sollten möglichst kühl sein. In drei Tagen wird aus dem gepressten Traubensaft das prickelnde und schon alkoholhaltige Getränk, das besonders gut zu Zwiebelkuchen passt.

Günter Meierer begann vor 30 Jahren mit der Federweißen-Produktion. 800 Liter verkaufte er damals quasi als Pionier. Mittlerweile seien es 35 000 bis 40 000 Liter, berichtet der Winzer.

Einen Großteil davon verkauft er im Umkreis von 50 Kilometern. Einzige Ausnahme: Einmal pro Woche beliefert Meierer Kunden im Raum Aachen/Köln. Meierer betont das Prinzip der Regionalität. „Es ist schon ein Unterscheid, ob der junge Wein mehr als 2000 Kilometer aus Apulien oder aus maximal 50 Kilometer Entfernung kommt“, sagt er.

In diesem Jahr beginnt die Lese etwas später als 2018. Damals seien an der Mosel die Trauben für den ersten Federweißen bereits am 18.August gelesen worden, berichtet Meierer. Verschoben habe sich dagegen die Lese der Hauptsorten, wie des Rieslings. „Da sind wir in der Region mittlerweile drei Wochen früher dran als noch vor ein paar Jahren“, sagt er.

Günter Meierer hat in seinem Fuhrpark insgesamt fünf knallrote Vollernter, die bei der Hauptlese in einigen Wochen vor frühmorgens bis spätabends für viele Winzer in der Region im Einsatz sein werden. Eine solch hochtechnisierte Maschine kostet bis zu 300 000 Euro. Bis zu 15 Mitarbeiter braucht Meierer in der Hauptlesezeit für den reibungslosen Betrieb.

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