In Wittlich-Dorf soll ein Neubaugebiet entstehen

Stadtentwicklung : Wittlichs kleinster Stadtteil soll wachsen

Die Stadt plant in Dorf ein neues Wohngebiet. Dort können freistehende Häuser, Doppel- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Steingärten soll es aber nicht geben.

Wittlich soll weiter wachsen: Im kleinsten Stadtteil der Kreisstadt, in Dorf, soll ein neues Wohngebiet entstehen. Der Bauausschuss der Stadt und der Ortsbeirat Dorf haben dem bereits zugestimmt, jetzt soll der Stadtrat dies in seiner nächsten Sitzung ebenfalls tun.

Geplant ist das Neubaugebiet auf einer 3,7 Hektar großen Fläche südlich von Dorf, östlich des Promenadenwegs. Die Grundstücke für frei­stehende Einfamilienhäuser sollen überwiegend etwa 500 Quadratmeter groß sein. Ein Eckgrundstück fällt etwas größer aus. Die Parzellen für Doppelhaushälften oder Häuser, die auf der Baugrenze stehen, sind jeweils kleiner.

Welche Gebäude sollen entstehen? Erlaubt sind überwiegend freistehende Häuser mit maximal zwei Wohneinheiten, Doppelhaushälften mit ebenfalls jeweils zwei Wohneinheiten und Mehrfamilienhäuser mit jeweils maximal sechs Wohnungen.

Welche Nutzung soll erlaubt werden? Neben Wohnhäusern sollen in dem Gebiet auch Gebäude erlaubt werden, die der „Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften“ beherbergen. Ausnahmen können erteilt werden für sonstige nicht störende Gewerbebetriebe sowie nicht störende Handwerksbetriebe. Eine weitere gewerbliche Nutzung der Gebäude soll, so der derzeitige Stand des Bebauungsplans, ausgeschlossen werden. Nicht zulässig sollen zudem Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, Beherbergungsbetriebe sowie Anlagen für Verwaltungen, Gartenbaubetriebe oder Tankstellen sein.

Wie kann gebaut werden? Laut dem aktuellen Stand des Bebauungsplans, der nach dem Stadtratsbeschluss in die Offenlage geht, sind folgende Dachformen der Häuser erlaubt: geneigte Dächer als Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Zeltdach und versetztem Pultdach mit einem maximalen Versatz von einem Meter sowie Flachdächer. Photovoltaik- oder Solaranlagen dürfen auf den Dächern gebaut werden.

 Wie muss das Grundstück bepflanzt werden? Pro Baugrundstück müssen Bauherren in der ersten Pflanzperiode, nachdem das Gebäude bezogen werden kann, mindestens einen mittelgroßen, standortgerechten Laubbaum, einen hochstämmigen Obstbaum lokaler Sorten oder zehn  Laubsträucher einheimischer Arten anpflanzen. Der Standort ist auf dem Grundstück frei wählbar. Mit dem Bauantrag müssen die Bauherren einen Freiflächen-Gestaltungsplan vorlegen. Nicht überbaute Flächen bebauter Grundstücke müssen von den Eigentümern begrünt werden, wenn sie nicht für eine zulässige Nutzung benötigt werden. Damit sind derzeit im Trend liegende Steingärten ausgeschlossen.

Wo kann geparkt werden? Je Wohneinheit müssen die Bauherren nach dem aktuellen Stand der Planung mindestens zwei Stellplätze oder Garagen auf dem jeweiligen Grundstück nachweisen. Zudem soll es vier öffentliche Parkplätze geben.

Der Stadtrat soll am Donnerstag, 21. November, über den Bebauungsplan „In der Spitz“ beraten und diesen beschließen. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Alten Synagoge in der Himmeroder Straße.

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