In zwei Wochen geht's los
Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Treppenanlage Vogelsang- Peterberg in Thalfang wird für 85 115 Euro komplett ersetzt. Denn bei Nässe und Schnee werden die alten Eisenbahnschwellen, die als Treppenstufen dienen, zum Risiko für den Benutzer. Ortsbürgermeister Franz- Josef Gasper wundert sich nach vielen Stürzen: "Wir hatten Glück, dass uns noch niemand verklagt hat."
Thalfang. (doth) Mit der Gegenstimme von Martin Marmitt (CDU) beschloss der Ortsgemeinderat von Thalfang den Neubau. Die Kosten konnten nochmals gedrückt werden, weil für das Geländer anstatt Edelstahl feuerverzinktes Material genutzt wird. "Das macht immerhin 4500 Euro aus", sagt Ortsbürgermeister Gasper. Es bleibt ein Betrag von 85 115 Euro, den sich Land und Ortsgemeinde Thalfang teilen. In zwei Wochen soll der Abriss der alten Treppe bereits beginnen. Zunächst müssen die alten Eisenbahnschwellen fachgerecht entsorgt werden, denn sie sind imprägniert und können nicht einfach verbrannt werden. Das nur aus Dachlatten bestehende "Geländer" dürfte in dieser Hinsicht keine Probleme machen. Die neue Treppe wird zwar "nur" 1,50 Meter breit, bekommt aber durchgehende Stufen und ein stabiles, feuerverzinktes Geländer.
"Die alte Treppe stammt noch aus den 70er Jahren", erinnert sich Gasper. Das sei damals eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Arbeitsverwaltung gewesen. Unregelmäßige Stufen, Löcher, verrottetes Holz und ein mickriges Geländer, alles Gründe, lieber die 400 Meter Umweg zu gehen, die damit abgekürzt werden.
Richtig gefährlich werden die Schwellen, wenn es geregnet oder geschneit hat. "Da gab es schon zahlreiche Stürze und eine Menge Leute haben sich bei mir beschwert", verrät Gasper. Unter den "Opfern" ist sogar der Planer der neuen Treppe, Roland Alt. Der Ortsgemeinde obliegt die Verkehrssicherungspflicht der Treppe. Aber erst der Neubau garantiert eine gefahrlose Benutzung.
Die neue Treppe soll noch in diesem Jahr fertig sein. Das Schild "Kein Winterdienst" wird weiter stehen bleiben. Gasper dazu: "Die neue Treppe wird zwar vom Schnee geräumt, aber nicht schon morgens um 5 Uhr. Da gehen andere Stellen im Ort vor."
Um die Verbesserung einer Straßenoberfläche ging es einem Anlieger der Poststraße in der Einwohnerfragestunde. "Im nächsten Jahr wird die Straße repariert", versprach Franz-Josef Gasper. Ausbaubeiträge fallen dadurch nicht an.