INFRASTRUKTUR

Zum Artikel "Stadt entdeckt neue Geldquellen" (TV vom 15. Februar) schreibt diese Leserin:

Man sollte den Bogen wirklich nicht überspannen. Denn Wittlich bietet seinen Bürgern, vor allem seiner Jugend, immer weniger. So ist zum Beispiel kein Kino mehr vorhanden, und man muss für einen Kinobesuch entweder nach Bernkastel-Kues oder Trier fahren. Nun denkt man daran, die Preise für das Vitelliusbad zu erhöhen. Die Ferienfreizeitkarte, die in anderen Regionen überall für Kinder und Jugendliche für 15 Euro angeboten wird, fehlt. So wählen viele Mitbürger aus den umliegenden Dörfern eher den Weg nach Leiwen, Schweich oder Trier ins Freibad, raus aus Wittlich. Es darf nicht auf Kosten der Familien gehen, dass neue Geldquellen gefunden werden müssen. Immer mehr Familien verbringen ihren Urlaub zu Hause und möchten mit ihren Kindern das Freibad besuchen, ohne auf Uhrzeit und Kostenkontrolle achten zu müssen und eventuell auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad noch ein Parkticket zu bezahlen. Über eine Ferienfreizeitkarte sollte im Stadtrat nachgedacht werden, damit Wittlich attraktiv bleibt und die teuere Brücke, die vom Stadtpark aus zum Schwimmbad führt, auch wirklich genutzt wird. Ebenso sollte der Stadtrat darüber nachdenken, ob man den Bürgern mit einer Preiserhöhung, die ja denn auch im Winter gilt, solch ein unzeitgemäßes Hallenbad zumuten kann. Denn zwischenzeitlich machen sich schon viele Bürger auf den Weg, um modernere und attraktivere Freizeiteinrichtungen aufzusuchen. Das Wittlicher Freibad hat Vorzeige-Charakter, es ist eines der schönsten in Rheinland-Pfalz und hält die Bürger in ihrer Stadt. Durch Preiserhöhungen wird dies jedoch dazu führen, dass die Besucher wegbleiben und sich umorientieren. Dies geschieht ganz schnell - wie am Beispiel Wittlicher Innenstadt zu sehen ist. Jedoch liegt mein Augenmerk darauf, die Jugend, die diese Ferienkarte nutzt, an Wittlich zu binden und die Eltern zu entlasten. Der Trend geht dorthin: Wenn man was erleben will, muss man raus aus Wittlich. Und so weit sollte es nicht kommen. Anja Köhler, Dreis