Infrastruktur
Zum Abriss der Müsterter Brücke erreichte uns diese Zuschrift:
Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat es geschafft und kann sich auf die Schulter klopfen. Die Interessen dieser Institution haben auf Kosten der Bürger gesiegt. Im Gedenken an meine Eltern, die die Brückenbaukosten unter schwierigsten Bedingungen aufbringen mussten, ist es mir ein Bedürfnis, diesen Brief zu schreiben. Die Vorgehensweise der am Abriss der Brücke interessierten Behörden liefert mir ein Beispiel, wie in einer Demokratie nach Irreführung der Bürger die Interessen der Behörden unter allen Umständen durchgesetzt werden. Die Verdummung der Bürger begann schon vor der sogenannten Aufklärungsversammlung mit meiner Meinung nach zwei Gefälligkeitsgutachten, um die Menschen bewusst hinter das Licht zu führen. Durch das Nichtbefahren der Bitumenfahrbahn entstand auf circa 20 Quadratmetern Erneuerungsbedarf, der im Gutachten 120 000 Euro kosten sollte. Des Weiteren sollten hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen zur Auswaschung der Pfeiler. Diese Pfeiler wurden durch die Stauhaltung unter Wasser gesetzt, sodass der Verursacher der Auswaschungen beim Wasser- und Schifffahrtsamt zu suchen ist. Wie kann man jahrelang unter einer so baufälligen Brücke ohne Warnung größte Passagierschiffe passieren lassen? Auf dieser ach so baufälligen Brücke kamen bei ihrem Abriss schwerste Baumaschinen und etliche Bauarbeiter zum Einsatz. So etwas passiert nur, wenn vertrauensselige Bürger ihre Angelegenheiten bei den Behörden in guten Händen glauben, diese aber ihr eigenes Süppchen kochen. Wie viele andere Bürger der Gemeinde sage ich unserer Müsterter Brücke mit Tränen in den Augen "Tschüss". Egon Spang, Piesport