Initiative bringt Bürgerbegehren voran

Initiative bringt Bürgerbegehren voran

Nach einer Unterschriftensammlung soll die Auseinandersetzung der Bürgerinitiative (BI) Pro Natur und dem Heidenburger Gemeinderat über den Abstand von Windrädern zum Ort weitergehen.

Heidenburg. Die Heidenburger Bürgerinitiative (BI) Pro Natur hat genügend Rückendeckung, um ein Bürgerbegehren voranzubringen: Diese Woche habe man dem Beigeordneten Alexander Becker, der derzeit die Amtsgeschäfte führt, zwölf Listen mit insgesamt 223 Unterschriften von Heidenburger Bürgern übergeben, die das Bürgerbegehren unterstützen, sagt Michaela Gauer von der BI Pro Natur. Die BI will durchsetzen, dass Windräder erst in einem zehnfachen Abstand der Nabenhöhe, wenigstens aber 1000 Meter, vom Ort entfernt errichtet werden dürfen. Der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Thalfang sieht unabhängig von der Nabenhöhe einen Mindestabstand von lediglich 800 Meter vor.
Die Mitglieder der BI treten für einen größeren Abstand ein, weil sie gesundheitliche Gefahren sowie eine Einschränkung der Lebensqualität der Heidenburger Einwohner befürchten. Die Mitglieder des Gemeinderats halten diesen Abstand im Gegensatz dazu für ausreichend. Zudem könnten, wenn die Gemeinde Heidenburg selbst auf den Bau nahe gelegener Windräder verzichtet, private Grundstücksbesitzer Flächen für den Bau der Energieanlagen zur Verfügung stellen, fürchten sie. Aus diesen Gründen hatte der Rat im Februar bereits einen Einwohnerantrag abgelehnt (der TV berichtete).
Wie geht es weiter? Beigeordneter Becker war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gauer von der BI Pro Natur führt aus, dass das Bürgerbegehren jetzt von der Verwaltung auf formale Richtigkeit geprüft wird. Dann wird das Bürgerbegehren erneut Thema im Gemeinderat. Dieser entscheidet dann per Ratsbeschluss, ob das Begehren formal korrekt ist. Ist dies der Fall, dann beraten die Ratsmitglieder, ob sie dem Bürgerbegehren zustimmen oder ob sie es ablehnen. In diesem Fall kommt es zu einem Bürgerentscheid. Dann entscheiden die Heidenburger an der Wahlurne, ob die Gemeinde beim Bau von Windanlagen einen größeren Abstand zur Ortslage einhalten muss. cst

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