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Initiative hofft auf erneute Zulassung von Doppelgräbern

Initiative hofft auf erneute Zulassung von Doppelgräbern

Die Thalfanger Bürgerinitiative Doppelgräber wird sich vielleicht schon bald auflösen können. Bis Ende Januar entscheiden die Mitgliedsgemeinden des Zweckverbands der "12 Gemeinden", ob sie diese Bestattungsform auf dem Thalfanger Friedhof wieder zulassen wollen.

Thalfang. Noch ist ungewiss, wie sich die Ortsgemeinden des Zweckverbands der "12 Gemeinden" entscheiden werden. Doch die Bürgerinitiative Doppelgräber kann derzeit immerhin auf einen Erfolg ihres siebenjährigen Engagements (siehe Extra) hoffen.
Wie berichtet werden die Verbandsgemeinden bis Ende Januar über die erneute Zulassung von Doppelgräbern beraten.
Angestoßen hat die neuerliche Debatte ein Antrag der Ortsgemeinde Thalfang, des einwohnerstärksten Mitglieds. Seither hat sich Talling bereits für Doppelgräber ausgesprochen, wie Pfarrer Winfrid Krause in der jüngsten Sitzung der Initiative Doppelgräber auf dem Thalfanger Friedhof berichtete.
Der Gielerter Rat, der wie Dhronecken bisher ebenfalls für diese Bestattungsform war, tagt nächsten Montag. Außerdem werden Burtscheid, Etgert, Hilscheid, Immert, Lückenburg und Rorodt beraten. Letztlich müssen sechs der insgesamt zehn Gemeinden, die die Kosten des Zentralfriedhofs tragen, zustimmen.
70 Prozent Urnenbeisetzungen


Der Bäscher Ortsvorsteher Werner Breit ist überzeugt, dass die Initiative entscheidend dazu beigetragen hat, "dass das Thema in den Fraktionen geblieben ist". Begünstigt habe das Bemühen zudem, dass in jüngster Zeit mehr Doppelgräber frei geworden seien und es mehr Urnenbeisetzungen gebe. Laut Krause werden derzeit 70 Prozent der Verstorbenen in Urnen beigesetzt. Ein weiterer wichtiger Faktor war laut Breit die Lösung technischer Probleme, Gräber auszuheben. Fremdfirmen könnten das zu angemessenen Preisen übernehmen. Dank dieser neuen Erkenntnisse erhöhe sich die Zahl derzeit freier Doppelgrabfelder von zuvor zehn auf 89.
Gute Aussichten gibt es daher für die erneute Zulassung der in Thalfang über viele Generationen üblichen alternativen, und nicht etwa verbindlichen, Bestattungsform, wie mehrere Mitglieder der Initiative Doppelgräber auf dem Thalfanger Friedhof betonten. urs
Extra

Seit April 2005 sind auf dem Thalfanger Zentralfriedhof aus Platz- und Kostengründen keine Doppelgräber mehr zulässig. Die Entscheidung traf auf heftige Kritik. Eine Initiative um den evangelischen Pfarrer Winfrid Krause sammelte binnen kurzer Zeit mehr als 700 Unterschriften und schaltete den rheinland-pfälzischen Bürgerbeauftragten ein. urs