Integration: Behörden ziehen an einem Strang

Integration: Behörden ziehen an einem Strang

Der Kreis und das Jobcenter Bernkastel-Wittlich haben eine Initiative der Agentur für Arbeit Trier aufgegriffen und eine Kooperation zur "Integration von Flüchtlingen und Asylbegehrenden in Ausbildung und Arbeit" vereinbart.

Bernkastel-Wittlich. 1424 Flüchtlinge leben derzeit im Landkreis. 497 von ihnen sind als Jobsuchende bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter registriert. Fast alle brauchen jedoch Unterstützung auf dem Weg in die Mitte unserer Gesellschaft. "Die neue Kooperationsvereinbarung ist eine wichtige Etappe in diesem Prozess", sagt Christian Thömmes, Teamleiter der Migrationsberatung in der Agentur für Arbeit Trier. "Sie macht es möglich, dass sich die unterschiedlichen Behörden über verschiedene Rechtsgebiete hinweg abstimmen, ein gemeinsames Vorgehen in der Flüchtlingsarbeit aufbauen und verlässliche Ansprechpartner für Migranten und Ehrenamtler sind."
Die Arbeit mit Asylbewerbern, anerkannten Flüchtlingen und geduldeten Personen ist vielseitig und kompliziert. Sie reicht von der Unterstützung beim Spracherwerb sowie dem Zurechtfinden im Alltag über die Wohnungs- und Jobsuche bis hin zur Hilfe bei Arzt- und Behördengängen. "Damit die Integration gelingt, müssen alle Flüchtlingshelfer, egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich, an einem Strang ziehen", sagt Silke Meyer, Flüchtlingskoordinatorin des Landkreises Bernkastel-Wittlich, anlässlich der zweiten Regionalkonferenz in der Flüchtlingshilfe bei der Kreisverwaltung.
Nächstes Treffen am 10. Oktober


Das vernetzte Arbeiten der Einrichtungen soll auch dafür sorgen, dass die Migranten schneller die richtigen Anlaufstellen finden: "In der Arbeitsagentur beraten wir Asylbewerber und geduldete Menschen, die freiwillig zu uns kommen. Es ist wichtig, dass die Neuankömmlinge über die Ausländerbehörde bei der Kreisverwaltung frühzeitig von unseren Angeboten erfahren, auf uns zukommen und mit uns gemeinsam an ihrer Integration ins Berufsleben arbeiten", beschreibt Thömmes einen Pluspunkt der Zusammenarbeit.
Kooperationspartner Manfred Greis vom Jobcenter Bernkastel-Wittlich ergänzt: "Ziel ist es, dass die anerkannten Flüchtlinge, die bei uns leben ein neues Zuhause finden. Damit sie in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt ankommen können, bündeln Jobcenter, Arbeitsagentur und Kreisverwaltung ihre fachliche Expertise und die bereits bestehenden guten Kontakte zu Betrieben und Vereinen in der Region. Denn wir brauchen alle gesellschaftlichen Partner, um diese große Integrationsaufgabe zu meistern."
Das erste Fachgespräch der neuen Kooperationspartner hat bereits Anfang September stattgefunden. Das nächste Mal trifft man sich am 10. Oktober. Dabei geht es um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Koordiniert wird die Zusammenarbeit von der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe des Landkreises, Bernkastel-Wittlich, Silke Meyer, Kontakt: Telefon 06571/142226. red

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