Intensive Hilfe und innovative Ideen
"Vom Begleiten und Zuhören" lautete das Motto des neunten Biblische Nachtcafés im Refektorium der Abtei Himmerod. Pater Stephan Reimund Senge konnte mehr als 100 Gäste begrüßen.
Himmerod. Teilnehmer des Nachtcafès in klösterlicher Atmosphäre waren Gabriele M. Kokott vom Leitungsteam der Telefonseelsorge Trier, Renate Gottfried, die in Solingen Sterbenden zur Seite steht und Menschen berät, Margret Brech vom Caritas Modellprojekt "Demenz zu Hause erleben", Dietmar Jäger Bürgermeister der Hunsrückgemeinde Heidenburg und der in Amerika lebende Schriftsteller Rainer M. Schröder. Sie alle sind in das Thema des Altwerdens mit seinen Problemen involviert, engagieren sich für andere Menschen, haben ihre Erfahrungen gemacht und zeigen in besonderer Weise soziales, kulturelles, kirchliches und auch politisches Engagement. Moderiert wurde der Abend, den etwas über 100 Zuhörer besuchten, von Pater Stephan Reimund Senge, Zisterziensermönch in der Abtei Himmerod, der auch als Schriftsteller, Dichter und Entwicklungshelfer im Sudan tätig ist. Mit verzweifelten Menschen haben Gabriele M. Kokott und ihre Mithelfer täglich am Telefon zu tun. "Wir müssen offen sein und genau hinhören, was der andere für Probleme hat, und dies mit großem Respekt. Es ist für viele Anrufer oft ein Geschenk, jemanden zu haben, der ihnen zuhört, und dann eröffnen sich ihnen auch oft Perspektiven für ihre Probleme." Ein Leben in der gewohnten Umgebung
Mit Menschen, die körperliche und damit verbunden auch oft seelische Probleme haben, hat Margret Blech zu tun. Demenzkranke Menschen brauchen intensive Hilfe, wollen aber trotzdem gerne zu Hause bleiben. "Unsere Aufgabe ist es, sie insoweit zu unterstützen, dass sie ihre gewohnte Lebensform so lange wie möglich zu Hause weiterführen können. Das A und O dabei ist die Kommunikation, der wertschätzige Umgang mit ihnen", sagte Margret Brech. Ein Leben in der gewohnten Umgebung im letzten Lebensabschnitt bis zuletzt in der gewohnten Umgebung zu führen, ist auch das Ansinnen von Dietmar Jäger, Bürgermeister der Gemeinde Heidenburg, wo man dies mit einem Projekt versuchen möchte. "Wir haben uns die Frage gestellt, wo man alt werden möchte und das soll möglichst im eigenen Dorf sein. Mit der Uni Trier wurde ein Projekt gestartet, um dafür Lösungen zu suchen. Eine Sozialstation im Dorf, Begegnungsstätte oder ein Bürgermobil sind drei der sechs Projekte, die verwirklicht werden sollen, um alten Menschen weiterhin ein Leben in der dörflichen Gemeinschaft zu ermöglichen.