Investition in die Zukunft

MONZELFELD. (urs) Mit der Übernahme des Gebäudes, in dem der örtliche Kindergarten untergebracht ist, hat die Gemeinde in ihre wirtschaftliche Zukunft investiert. Die langfristige Entwicklung des Orts ist damit aber längst nicht abgeschlossen.

Die Entscheidung zum Kauf des Raiffeisengebäudes trägt in Monzelfeld Früchte. Zusätzlich zu der gesparten Miete für den örtlichen Kindergarten kommen dem Gemeindesäckel künftig auch Mieteinnahmen von Bank und Getränkemarkt zugute. Unterm Strich ergibt sich dadurch ein Plus von jährlich 18 500 Euro, von dem, nach Zins und Tilgung des für den Kaufpreis von 210 000 Euro benötigten Darlehens, 6500 Euro bleiben. Die Vorteile der Standortsicherung kommen noch hinzu. Abgesehen von dieser Investition in die Zukunft sowie von 170 000 Euro, die im Haushalt für Tilgung anfallen, sieht der Vermögenshaushalt mit seinen 483 000 Euro nur noch kleinere Projekte vor. Für Rasenmäher und Restbaukosten Sportplatz stehen 35 000 Euro bereit. Weiter sind je 25 000 Euro für einen Brandschutz-Fluchtweg im Kindergarten sowie für Planungskosten der Bürgerhaus-Erweiterung vorgesehen und 20 000 Euro für die Renovierung der Leichenhalle.Ziel: Für junge Familien attraktiv bleiben

Wenig Spielraum lässt auch der Verwaltungshaushalt zu, in dem bei Einnahmen von 790 000 Euro und 932 000 Ausgaben ein Loch von 142 000 Euro klafft. "Wir haben nur das Nötigste aufgenommen - auch vor dem Hintergrund des defizitären Haushalts", sagt Ortsbürgermeister Manfred Klassen. Zum Nötigsten zählt die Dorferneuerung. Für die Konzeption von Neubau- und Gewerbegebieten hält die Gemeinde daher 35 000 Euro für Architektenhonorare und Nebenkosten vor. Laut Klassen haben die Dorferneuerung und der Erhalt der Infrastruktur in Monzelfeld höchste Priorität. Es gehe nicht um den schnellen Erfolg, sondern darum, den Ort, in dem ein Drittel der Bürger nicht älter als 19 Jahre sind, zukunftsfähig zu machen. "Wir müssen sehen, dass junge Familien unseren Ort nach wie vor attraktiv finden", sagt der Ortsbürgermeister. Deshalb hat die Gemeinde bereits erste Gespräche wegen des seit Jahren erhofften Kreisstraßenausbaus geführt. Wann sich in dieser Hinsicht, und damit auch an der Ortsdurchfahrt Monzelfeld, etwas verändern wird, ist allerdings noch unklar. Die Verbindlichkeiten der Gemeinde werden sich aufgrund der aktuellen Investitionen von derzeit 461 000 Euro bis Jahresende auf 598 000 Euro, fast ausnahmslos langfristige Schulden, erhöhen. An der Anpassung der Steuersätze - Grundsteuer B von 300 auf 320 und Gewerbesteuer von 330 auf 350 Prozent - führte daher kein Weg vorbei.