Investitionen für Brandschutz und ein Rettungsboot für Kinheim
Traben-Trarbach · Im laufenden und im vorangegangenen Jahr kann die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Vor allem in den Brandschutz soll im kommenden Jahr investiert werden.
Traben-Trarbach. Nachdem die Fusion der ehemaligen Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf und Traben-Trarbach inzwischen auch rechtlich bestätigt ist - der Verfassungsgerichtshof hatte zwischenzeitlich eine Klage abgewiesen, konnte Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, in der Sitzung des VG-Rates den ersten gemeinsamen Haushalt vorlegen.
Investiert wird im kommenden Jahr vor allem in den Brandschutz. Für eine Atemschutzwerkstatt in Traben und eine Schlauchwerkstatt in Irmenach werden 186 000 Euro bereitgestellt, die Freiwillige Feuerwehr Kinheim erhält ein Rettungsboot im Wert von 40 000 Euro . Die Gesamtverschuldung wird sich im nächsten Jahr auf 7,8 Millionen Euro belaufen. Die VG-Umlage - der Anteil, den die Gemeinden an die VG bezahlen müssen - wird von 38,5 auf 37 Prozent gesenkt.
Im Ergebnishaushalt konnte sogar ein Überschuss von 116 000 Euro erzielt werden. "Nachdem 2014 von einem Sitzungsmarathon geprägt war, ist jetzt ein humaner Rhythmus in die Arbeit hineingekommen", sagte Heintel und nahm Bezug auf die vielen Beratungen, die durch die Fusion erforderlich waren.
Die Einrichtung von Willkommenstreffs in Traben-Trarbach und Erden sei der richtige Weg, um der ansteigenden Zahl von Flüchtlingen zu begegnen. Während im Jahr 2014 14 Flüchtlinge in der VG waren, sind es im Jahr 2015 bereits 174.
Auch der Unterhalt der beiden Schwimmbäder, der Moseltherme und des Schwimmbads Kröver Reich sei wichtig. Dort seien im vergangenen Jahr 3000 Besucher zu verzeichnen gewesen, fast 1000 mehr als im Vorjahr.
Günter Föllenz (CDU) lobt die Senkung der VG-Umlage. Das bedeute zum Beispiel für Enkirch 19 000 Euro mehr. Er wünscht sich eine effektivere Marketing-Strategie, um mehr Besucher in die Schwimmbäder zu ziehen.
Anja Bindges (SPD) bedauerte die Schließung der Geburtenhilfe in Traben-Trarbach. Die beiden Schwimmbäder seien unverzichtbar. Um die sich immer stärker verschuldenden Gemeinden zu entlasten müsse das Land sie mit mehr Mitteln ausstatten, forderte Michael Moseler (FWG).
Wilhelm Müllers (FDP) sagte: "Der Flüchtlingsstrom stellt uns vor nie geahnte Probleme. Diese Menschen müssen in Arbeit kommen." Sören Risse (Bündnis 90/Die Grünen) merkte an, dass er die medizinische Versorgung in Traben-Trarbach, besonders der moselabwärts gelegenen Gemeinden mit Sorge beobachte. hpl
Extra
VG-Umlage: 37 Prozent (Vorjahr 38,5 Prozent); Pro Kopf-Verschuldung zum 31.Januar: 441 Euro Ergebnishaushalt: Erträge 11 010 400 Euro Aufwendungen: 10 893 790 Euro; Überschuss: 116 610 Euro Finanzhaushalt: Einzahlungen: 10 511 930 Euro; Auszahlungen: 10 115 930 Euro; Saldo: 396 000 Euro Geplante Gesamtverschuldung: 7 800 000 Euro