Investitionen ohne neue Schulden möglich

Der Ausbau des Industrieparks Region Trier schreitet voran: Derzeit arbeiten zwischen Föhren und Hetzerath mehr als 1700 Menschen in den unterschiedlichsten Branchen. Die Erschließung des Areals ist nahezu abgeschlossen. Diese Entwicklung schlägt sich auch im IRT-Haushalt 2001 nieder.

 Standort auf „grüner Wiese“: Der Industriepark Region Trier. TV-Foto: Friedemann Vetter

Standort auf „grüner Wiese“: Der Industriepark Region Trier. TV-Foto: Friedemann Vetter

Föhren/Hetzerath. Der auf der Grenze der Kreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich angesiedelte Zweckverband Industriepark Region Trier (IRT) steht wirtschaftlich auf einem soliden Fundament. Dies belegt der nun von der IRT-Versammlung in Föhren beschlossene Haushaltsplan 2011. In ihm stehen den Erträgen von rund 1,6 Millionen Euro Aufwendungen von rund 1,3 Millionen Euro gegenüber, was unter dem Strich einen Überschuss von mehr als 300 000 Euro ergibt.

Optimistisch kommentierte Verbandsvorsteher Christoph Holkenbrink, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, das zur Abstimmung vorliegende Zahlenwerk. Holkenbrink: "Die positive Entwicklung des IRT spiegelt sich auch im Haushaltsplan 2011 wider." Dies werde eindeutig durch stabile Einnahmen, nur geringfügig steigende Ausgaben und eine sinkende Verschuldung dokumentiert. Hinzu komme die Chance, die Investitionskosten durch weitere Grundstücksverkäufe zu decken.

Der Zweckverband ist bestrebt, die Schuldenlast der Aufbaujahre weiter abzubauen. Eine Neuverschuldung für Investitionen ist im Haushalt 2011 nicht vorgesehen. Die planmäßige Kredittilgung beträgt 380 000 Euro. Dadurch vermindert sich der Schuldenstand auf rund 12,3 Millionen Euro.

Um den zur Kredittilgung erforderlichen Überschuss zu erzielen, wurde die Verbandsumlage um 115 000 Euro erhöht. Die von den Mitgliedskommunen zu zahlenden Abgaben 2011 betragen demnach für die Kreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich je 70 000 Euro, die Verbandsgemeinden Schweich und Wittlich-Land zahlen je rund 56 000 Euro, die Stadt Trier 44 000 Euro, die Gemeinden Hetzerath und Föhren je 33 000 Euro und die Gemeinde Bekond 7000 Euro.

Abgabenerhöhung unter Vorbehalt



Die Umlageerhöhung muss nach Angaben von Holkenbrink nicht von Dauer sein. Sollte sich im Laufe des Jahres ein möglicher Überschuss ergeben, könnte der Betrag im Rahmen eines Nachtragshaushalts auch wieder gesenkt werden. Der Haushalt wurde von den Vertretern der Mitgliedskommunen wie vorgelegt beschlossen. Weiter auf der Tagesordnung stand die Erschließung eines Sondergebiets am westlichen Rand des Industrieparks. Schon seit Jahren war dort die Ansiedlung eines Hotelbetriebs angedacht. Verbandsvorsteher Holkenbrink erklärte, dass bisher alle Interessenten abgesprungen seien. Beschlossen wurde daher ein Alternativkonzept, das auf der rund 1,8 Hektar großen Fläche die Errichtung von Bürogebäuden und eines Gastronomiebetriebs vorsieht, der bei Bedarf auch einige Gästezimmer anbieten könnte. Extra Einer Änderung in der Geschäftsführung des Industrieparks stimmte die Verbandsversammlung in nicht öffentlicher Sitzung zu. Nach Angaben von Verbandsvorsteher Christoph Holkenbrink übernimmt Reinhard Müller, bisher stellvertretender Geschäftsführer, die Leitung des IRT. Sein Stellvertreter wird Hubert Rommelfanger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Trier-Saarburg. Der bisherige IRT-Geschäftsführer Lothar Weis konzentriert sich künftig auf seine Geschäftsführeraufgaben im Zweckverband Wirtschaftsförderung Trierer Tal und bei der Trierer Hafengesellschaft. Holkenbrink: "Die IRT-Infrastrukur ist fast fertig erstellt. Dies bedingt weniger Aufgaben für die Geschäftsstelle, die mit nur noch einem Geschäftsführer besetzt werden kann."

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