Irgendwo laufen immer Bauarbeiten

Viele Straßen sollen bis zum Jahr 2023 in Bernkastel-Kues saniert werden. Als nächstes sind Hubertusweg und Altenwald dran. 711 000 werden dort investiert. Die Arbeiten werden voraussichtlich sieben Monate dauern.

Bernkastel-Kues. Es ist ein ehrgeiziger Plan: Jedes Jahr sollen in Bernkastel-Kues eine oder zwei Straßen saniert werden - in der Hauptsache im Stadtteil Kues. Die Planungen reichen erst einmal bis ins Jahr 2023 (der TV berichtete). Das Streckennetz in der Stadt ist etwa 35 Kilometer lang, die Haltbarkeit nach Neubau oder Sanierung wird auf etwa 25 Jahre geschätzt.
100 Meter kosten 100 000 Euro


Das heißt für die Zukunft: Irgendwo wird immer gebaut. Je 100 Meter wird durchschnittlich mit 100 000 Euro an Kosten gerechnet.
Nächstes Projekt ist 2016 die Sanierung der Straßen Hubertusweg und Im Altenwald im Stadtteil Kues. Sie gehen ineinander über. Die Gesamtlänge beläuft sich auf 701 Meter. Die Planungen für Ausbau und Sanierung laufen bereits seit mehr als zwei Jahren. Im Paket mit drin sind auch die Fußwege, die die beiden Straßen verbinden und auf denen ein gefahrloses Gehen immer problematischer wird. Insgesamt werden in den Straßenerhalt 711 000 Euro investiert.
Die Arbeiten sollen in der Woche nach Fastnacht beginnen, teilte Robert Kranz vom Ingenieurbüro Garth in der Sitzung des Stadtrates Bernkastel-Kues mit. Also etwa am 15. Februar. Dauern werden sie etwa sieben Monate. Das hat damit zu tun, dass in Teilbereichen auch die Wasserleitung erneuert wird.
Da es sich um Wohnstraßen und keine Durchgangsstraßen handelt, sei eine Verkehrsberuhigung nicht notwendig, erläuterte Kranz. Diese Funktion übernähmen die auf den Straßen parkenden Autos.
Die Finanzierung läuft in erster Linie über wiederkehrende Beiträge. Alle Kueser zahlen hier wie in den anderen Straßen des Stadtteils. In den übrigen Stadtteilen, Bernkastel, Plateau, Wehlen und Andel, wird genauso vorgegangen. "Es gibt also eine Solidargemeinschaft", sagt Günter Wagner, Kämmerer der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Etwa 60 Prozent der Kosten werden über die wiederkehrenden Beiträge abgerechnet. Den Rest zahlt die Stadt, die aber etwa die Hälfte ihres Anteils über Zuschüsse refinanzieren kann.
Zwei neue Straßen im Baugebiet


Erst noch gebaut werden müssen die Straßen im neuen Baugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Biologischen Bundesanstalt im Stadtteil Kues. Der Hauptweg bekommt in Erinnerung an einen früheren Leiter den Namen Dr. Gertel-Weg, die kleinere Straße heißt an der Biologischen Bundesanstalt. Wie berichtet werden auf dem Gelände in einem ersten Schritt zwei Mehrfamilienhäuser gebaut. Später folgen auch kleinere Wohneinheiten und gewerblich nutzbare Flächen. cb